B – Orte und Namen

Orte und Opfer – Erinnerung und Rehabilitierung – Buchstabe B


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Babenhausen – HE

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Babenhausen, Schaafheim, Groß-Umstadt OT Kleestadt


Bad Bedburg – NRW

Peter Stump 1589 Hexenprozess


Bad Belzig – BB

Gedenktafel für Hedwig Rösemann in Niemegk 8.3.2012 Frauentag

„FrauenOrte im Land Brandenburg“. Gedenktafel für Hedwig Rösemann wurde als 17. Tafel am früheren Hinrichtungsplatz in Niemegk am 8. März 2012 enthüllt.
Frauenorte Niemegk Belzig Roesemann.jpg
Quelle: http://www.frauenorte-brandenburg.de/index.php?article_id=106 (Biographie)

Frauenorte Niemegk Belzig.jpg
Quelle: http://www.frauenorte-brandenburg.de/files/fo_bb_tafel_roesemann.pdf (Tafel Hedwig Rösemann)

Dr. Silke Kamp: Hexenverfolgungen in der Mark Brandenburg
Quelle: http://www.frauenorte-brandenburg.de/files/hexenverfolgungen_in_der_mark_brandenburg.pdf

Text, Hexenprozessakte (Original) und Hexenprozessakte (Abschrift)

Vorlage Stadt Belzig zum Hexenprozess

Hexenrehabilitierung Bad Belzig

Hexenrehabilitierung Niemegk

Zauber- und Hexenprozesse Amt Belzig

Namen der Opfer Hexenprozesse Belzig

Hedwig Rösemann Wikipedia

Vgl. Niemegk – BB


Bad Camberg – HE

Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Bad Camberg und die Namen der Opfer

Barbara Ordeneck, Opfer der Bad Camberger Hexenverfolgung 1659


Bad Düben – SN

Das „Hexengrab“ auf dem Bad Dübener Friedhof

Verwundert es nicht, dass viele das Grab für das einer Hexe gehalten haben?


Bad Fredeburg – NRW

Bad Fredeburg Namensliste der Opfer der Hexenprozesse

Ursel vom Gerwenhof

Bad Fredeburg Hexenkapelle im Rüensiepen. Der Überlieferung nach wurden die Fredeburger „Hexen“ zu einer nahen Kapelle geführt, bevor sie auf dem Hexenwieschen im Rüensiepen verbrannt wurden.
Fotos: Hartmut Hegeler


Bad Freienwalde – BB

Brandfichte an der Berliner Chaussee, an der sich ein Stein befindet mit der Inschrift „Brandfichte“. An dieser Stelle soll im Jahre 1628 eine Hexe aus der Stadt Freienwalde verbrannt worden sein. Anna Liebenwaldt wurde beschuldigt, sie habe ihren verstorbenen Mann vergiftet. Weit außerhalb der Stadt, wo heute die Brandfichte steht, wurde das Urteil vollstreckt. Als Anna Liebenwaldt auf dem brennenden Holzstoß stand, rief sie mit fester Stimme der umstehenden Menge zu: „So wahr ich unschuldig sterbe, wird aus der Asche dieses Scheiterhaufens eine Fichte hervorkeimen und zu einem mächtigen Baum werden!“

http://www.sagen.at/texte/sagen/deutschland/brandenburg/brandfichte.html


Bad Homburg v.d.H. – HE

Namen der Opfer der Hexenprozesse

Stadt Bad Homburg rehabilitierte Opfer der Hexenprozesse 2012

Frankfurter Rundschau: Homburger Hexen rehabilitiert  

Dagmar Scherf Veröffentlichungen

Enthüllung der Gedenktafel für die Opfer der Hexenprozesse, Bad Homburg 13.7.2017 Hexenjagd in Homburg

Bild oben: Enthüllung der Gedenktafel für die Opfer der Hexenprozesse, Bad Homburg 13.7.2017

Bild rechts: Enthüllung der Gedenktafel für die Opfer der Hexenprozesse, Bad Homburg 13.7.2017
Von links Dr. Dagmar Scherf, Oberbürgermeister Alexander Hetjes und die frühere Kulturdezernentin Beate Fleige, in deren Amtszeit die Rehabilitierung und das Aufstellen der Tafel am Fuß des Rathausturms beschlossen wurde.

Enthüllung der Gedenktafel für die Opfer der Hexenprozesse, Bad Homburg 13.7.2017
Rede von Dr. Dagmar Scherf

Bad Homburg: Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 1.4. 2012 zur Rehabilitierung von Menschen, die in Homburg der Hexerei beschuldigt und zum Tode verurteilt wurden.

Bad Homburg: Seit 2003 weist eine Gedenktafel am Rathausturm auf die Opfer der Hexenverfolgung hin. Die Gedenktafel geht auf eine Anregung von Frau Dr. Dagmar Scherf zurück.
Quelle: Hartmut Hegeler, Hexendenkmäler in Hessen, Unna, 2012, S. 8-10

Drei Homburger Werwolfprozesse bei www.elmar-lorey.de

Dokumente zu den Hexenprozessen von Bad Homburg

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Dokumente zu den Hexenprozessen von Gonzenheim

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Gedenktafel für Gertrude Lorey, geb. Carl

Rehabilitiert durch die Stadt Bad Homburg am 1. März 2012. In Gonzenheim, damals noch selbständiger Ort mit etwa 50 Haushaltungen, waren es neun Opfer der Hexenverfolgung.

Standort: Alt Gonzenheim 20, 61352 Bad Homburg

Text: Im Gedenken an Gertrude Lorey, geb. Carl Als Hexe hingerichtet am 20.10.1654 in Homburg Ehemalige Eigentümerin und Bewohnerin dieses Anwesens Sie hinterließ einen Ehemann, Schulmeister Conrad Peter Lorey und acht Kinder im Alter von 4 bis 21 Jahren.

Foto: Waltraud Humpert, geb. Fritzel (Nachfahrin) 


Bad Laasphe – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung in Bad Laasphe

Bild Links: Bad Laasphe. „Als der Hexenwahn zum Alltag gehörte“, Ausstellung in der ehemaligen Druckerei Schmidt, Bahnhofstr. 41
Bild rechts: Rat der Stadt Bad Laasphe zur Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse 2015

Lucia Reichmann 1630

Rat von Bad Laasphe hat am 26. Juni 2015 die Opfer der Hexenverfolgung/Hexenprozesse rehabilitiert, in: Westfalenpost, Wittgensteiner Zeitung Heimatteil, 30. Juni 2015 (nicht online)

Lucia Reichmann von Angela Löding


Bad Mergentheim – BW

OT Markelsheim

1628-1629 Hexenprozess . Bernhard Reichardt aus Markelsheim, ein deutschordischer Beamter, hatte seinen Sohn Johann Bernhard zur Fortbildung nach Würzburg gesandt, wo seit 1627 eine Hexenverfolgung wütete. Der neunjährige Junge geriet in Verdacht, wurde gefoltert und am 9. Mai 1628 hingerichtet.
Hexenkommissär Kostenrechnung eines Hexenjägers


Bad Münstereifel – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Bad Münstereifel

Johannes Moeden, 1592-1663. Rheinland-Pfälzische Personendatenbank

Bad Münstereifel: Straßenname Hermann-Löher-Str.
Foto: Hartmut Hegeler


Bad Oldesloe – SH

Seit 1989 erinnern Straßen an die Opfer von Hexenverfolgungen:

Die Kathrine-Faust-Straße erinnert an die Hexenverfolgung, der diese Oldesloerin ausgesetzt war. 1640 wurde sie in Oldesloe der Zauberei angeklagt und unter Folter verhört. Dennoch gestand sie nicht, wurde frei gesprochen und der Stadt verwiesen.


Bad Saulgau – BW

Bad Saulgau Namen der Opfer der Hexenprozesse

Bad Saulgau, „Hexengedenken“ am 21.11.2018 von Dekan Held und Schüler/innen

Bad Saulgau, Rede zum „Hexengedenken“ am 21.11.2018 von Michael Skuppin

Anna Persauter 1672 Hexenprozess
https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Persauter

Einweihung der Hexenstele am 22. November 2017

1. Rede von Claus-Dieter Reinhardt (Foto Dirk Thannheimer)
2./3. Einweihung Hexenstele (Fotos Dirk Thannheimer)

Gebet Pfarrerin Stefanie Zerfaß und Sr. Marie-Catherine zur Einweihung der Gedenk-Stele für die Opfer der Hexenprozesse Bad Saulgau, 2017

Gedenkrede von Michael Skuppin, 22.11.2017

Rede von: 1. Beigeordneter Richard Striegel

Rede von Claus Dieter Reinhardt an der Erinnerungstele zur Hexenverfolgung

Bad Saulgau. Gedenk-Stele für die Opfer der Hexenprozesse in der Hauptstraße hinter der St. Antoniuskirche
Foto: Gerold Jäggle (mit freundlicher Genehmigung)

Bad Saulgau, an der Oberen Hauptstraße, wo das „Sandtor“ stand, Weg der Opfer der Hexenprozesse zur Richtstaette

Gerold Jäggle: Gedenken an die Opfer von Verfolgung und Verleumdung (zur Gedenk-Stele für die Opfer der Hexenprozesse)

Bad Saulgau: Zwei Hexenprozesse gegen Anna Persauter 1666 und 1672

Bad Saulgau Anna Persauter 1672

Der Gemeinderat Bad Saulgau hat am 1.10.2015 die Rehabilitierung der Opfer der Hexenverfolgung beschlossen.


Bad Sülze – MV

Namen der Opfer der Hexenprozesse/Hexenverfolgung Bad Sülze, Mecklenburg-Vorpommern


Bad Waldsee – BW

Zur Erinnerung an Sybille Schuler aus Bad Waldsee. In der Urgicht der Hebamme Sybille Schuler von 1604 tritt eine Frau aus der Anonymität, deren Familie Führungspositionen in Bad Waldsee innegehabt hatte. Sie wurde unter anderem von dem bekannten Bildschnitzer Hans Zürn angeklagt, dass sie seinen Sohn David vor sechs Jahren bei der Geburt umbringen wollte. 5 Tage dauerte die Tortur von Sybille Schuler. Sie wurde mit einem Karren auf den Galgenbühl gebracht und noch dreimal mit „glühenden“ Zangen gegriffen. Die Weiblichkeit sollte damit zerstört werden. Das makabre Schauspiel endete mit dem Wunsch: „Gott Gnad der lieben Seel“. Hervorstechend ist eine Honorarrechnung, aus der hervorgeht, dass die drei Geistlichen, Pater Dekan (Stadtpfarrer), Pater Konrad und Pater Mathüssen während der Folter anwesend waren. Dafür bekamen sie die hohe Summe von 4 Gulden 30 Heller. Ein Dienstmädchen bekam damals etwa 2 Gulden Jahresgehalt. – Heute wird an Sybille Schuler mit einem Straßennamen in Bad Waldsee erinnert.


Bad Wildungen – HE

Bad Wildungen Namensliste der Opfer der Hexenprozesse

Antrag auf Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse – Februar -2015

Am 05.01.2015 stellte die Fraktion Bündnis 90 / GRÜNE einen Antrag an den Stadtverordnetenvorsteher zur Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse.

 

Bad Wildungen Margaretha Rhodin 1631

Bad Wildungen Ursula Jostin 1631

Bad Wildungen Susanne Weber 1656

Bad Wildungen Peter Rörig 1655

Bad Wildungen Maria Rörig 1631

Bad Wildungen Maria Magdalena Hartwig um 1631

Bad Wildungen Ursula Jostin 1631

Bad Wildungen Anna Margaretha Gesner 1654

Bad Wildungen Rosenstock und Gedenktafel an der Stadtkirche für die Opfer der Hexenprozesse
Inschrift: Zur Erinnerung an die vielen unschuldig angeklagten und ermordeten Frauen, Männer und Kinder während der Hexenverfolgungen in Wildungen (1532 / 1629-1631 / 1650-1664) gepflanzt am Buß- und Bettag 2004.
Widersteht dem Bösen, bewahrt die Würde der Menschen!
Quelle: Hartmut Hegeler, Hexendenkmäler in Hessen, Unna, 2012, S. 11-15

Bad Wildungen Gottesdienst Opfer der Hexenprozesse Buß- und Bettag 2004


Bad Wilsnack-  BB

Bad Wilsnack, Brandenburg, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Bad Windsheim – BY

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Bad Windsheim

Hexenverfolgung Bad Windsheim

Bad Windsheim: Das Verhörprotokoll (41 S.) der Margaretha Strampfer (Strämpfin) als PDF

Hexenprozesse Bad Windsheim


Baden (CH)

Aargau

Barbel Zingin 1642 Hexenprozess

Hexenprozesse Baden Aargau (AG) Schweiz


Baden-Baden – BW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Baden-Baden, Baden-Württemberg


Baden – BW

Markgrafschaft

http://www.bad-bad.de/gesch/h_verfolgung.htm


Baek – BB

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Baek, Brandenburg


Bagrationowsk (Preußisch Eylau) (RUS)

Bagrationowsk (Preußisch Eylau) Namen der Opfer Hexenverfolgung


Balingen – BW

OT Engstlatt

Balingen Engstlatt Anna Murschel nach 1600


Ballenstedt – ST

Namen von Opfern der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Ballenstedt Sachsen Anhalt


Balve – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Balve

Recherche zu Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Balve Affeln

Von links:

Heinrich Strotmann, Kreuzwegbild Balve (um 1624), Detail aus der Bildmitte.
Diese einmalige Darstellung in einem Kreuzwegbild vor 400 Jahren zeigt verurteilte „Hexen“, deren Leidensweg in die gleiche Richtung führt wie der Leidensweg von Christus.
Foto: Manfred Opitz, Neuenrade-Küntrop

Alexandro Strotmann, Barockaltar in der Pfarrkirche St. Blasius (um 1696)
Greift der Künstler des roten Barockaltars im Verborgenen das Thema der Hexenverfolgungen auf? Wirkt der ganze Altar wie ein einziges verzehrendes Feuer, an den Seiten mit Flammentöpfen und Qualmwolken, wie ein Scheiterhaufen?
Diesen Fragen geht folgendes Buch nach:
Werner Ahrens, Ein verhextes Bild und ein feuriger Altar, eine teuflisch grausame Zeit, das 16. und 17. Jahrhundert im Amt Balve. Heimatwacht Balve, 2016. ISBN: 978-3-89053-148-9
Foto: Manfred Opitz, Neuenrade-Küntrop

Stele für die Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Balve

Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse durch den Rat der Stadt Balve, von Mittwoch, den 24. Juni 2015 .
Antrages an den Rat der Stadt Balve von der Heimwacht Balve e.V.


Bamberg – BY

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Bamberg Literatur: Britta Gehm: Die Hexenverfolgung im Hochstift Bamberg und das Eingreifen des Reichshofrates zu ihrer Beeendigung (= Rechtsgeschichte und Zivilisationsprozeß. Quellen und Studien 3), Hildesheim 2000

Links: Bambergische Peinliche Halßgerichtsordnung 1529

Rechts: Tafel zum Gedenken an das Malefizhaus, Franz-Ludwig-Straße 7, Hedwigsapotheke Ecke Promenade, 96047 Bamberg

Am 11.3.2007 anlässlich des 1000. Bistumsjubiläums hat die Erzdiözese Bamberg für den „Hexenwahn im Hochstift Bamberg, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts etlichen hundert Menschen das Leben kostete“, um Vergebung gebeten.

2012 Themenwochen „Hexenprozesse“

27.8.2012, Erzbischof Ludwig Schick, Erzbistum Bamberg, verurteilt Hexenwahn: „nach unserem heutigen Rechtsverständnis Unrecht und die Urteile deshalb null und nichtig.“

2013, virtuelles Hexenbrenner-Museum https://www.hexenbrenner-museum.com

Bamberger Gesamtstadtrat Sitzung am 29.4.2015: Bekenntnis zur Unschuld der Opfer des Hexenwahns.

Bürgerverein Bamberg Mitte e.V., Einweihung des Denkmals Hexenprozesse an Schloss Geyerswörth 1.8.2015

Bild 1: Bamberg Teufelsgraben

Bild 2: Bamberg Schönleinsplatz – Von weit her kamen die Menschen, um „Hexen“ am Schwarzen Kreuz (Schönleinsplatz) brennen zu sehen.
Dazu: Bamberg das „Brandmal“, das Mahnmal der Hexenverfolgung, jetzt am Schönleinplatz aufgestellt.

Bild 3: Einweihung des Denkmals Hexenprozesse an Schloss Geyerswörth 1.8.2015

Bild 4: Bamberg Gedenktafel beim Denkmal Brandmal 2015

Die Bamberger Hexenprozesse Einsatz im Unterricht

Christina Morhaubt 1627 Hexenprozess

Dorothea Flock 1630 Hexenprozess

Georg Haan 1628 Hexenprozess

Johannes Junius 1628 Hexenprozess

Hexenprozessakten Staatsbibliothek Bamberg, Brief des Bürgermeisters Johannes Junius an seine Tochter aus dem Gefängnis (1628). Wortlaut des Briefes

Katharina Haan 1628 Hexenprozess

Katharina Haan – als Hexen im Hochstift Bamberg verfolgt wurden (17. Jhd.)

Hexenprozesse Bamberg: Informationen – Medien – Literatur – Videos – Weblinks – Presseberichte

Das Drudenhaus (Malefizhaus, Trudenhaus, Hexengefängnis) in Bamberg. Virtuelles Museum.

Stadtrat der Stadt Bamberg legt Bekenntnis zur Unschuld der Opfer des Hexenwahns ab. 2015

Stadtrat der Stadt Bamberg 29.04.2015 Sitzungsvorlage Hexenprozesse im Hochstift Bamberg

Virtuelles Museum Hexenverfolgung in Bamberg und das Malefizhaus

Bürgerverein Bamberg Mitte e.V. plant Denkmal für die Opfer der Hexenprozesse 2013

Hexenprozesse (Drudenhaus)

Friedrich Förner, Generalvikar und Weihbischof in Bamberg, beförderte die Gegenreformation und war Hexenprediger im Hochstift Bamberg.

Junius, Johannes, Bürgermeister

Katharina Haan, Opfer der Hexenprozesse in Bamberg

„Die Seelen im Feuer“ von Sabine Weigand.
Der ZDF Spielfilm „Die Seelen im Feuer“ von 2014 nach dem gleichnamigen Roman greift die Zeit der Hexenverfolgungen im Bamberg auf.
http://www.fischerverlage.de/buch/die_seelen_im_feuer/9783596171644


Bargteheide – SH

Gretje-Offen-Weg. Bargteheide ehrte eine als „Hexe“ verfolgte Frau. 1667 wurde Gretje Offen aus Klein Hansdorf als Hexe angeklagt. Herzog Christian Albrecht ordnete die Folter an. Erst nach der Anwendung von Daumenschrauben gestand Gretje Offen.

Gretje Offen aus „lütken Hanestorf“ (Klein Hansdorf) wird 1667 im Alter von 45 Jahren der Zauberei bezichtigt und in Nütschau verhaftet, als sie bei der Verbrennung von Trine Drews, die wegen ähnlicher Verbrechen veurteilt wurde, zugegen war. Mit Trine Drews war Gretje Offen lange befreundet gewesen. Die Untersuchung führte der Oberkammerdiener und Amtschreiber Joachim Schmied auf dem Amtshaus zu Tremsbüttel. Das Vernehmungsprotokoll wurde dem Herzog Christian Albrecht zugestellt, der am 31. August 1667 auf Schloss Gottorf das Urteil fällte: „Da Gretje Offen ihre abscheuliche Tat gestanden hat, ist sie nach der peinlichen Halsgerichtsordnung Kaiser Karl V. mit dem Feuertod zu bestrafen“. Gretje Offen wurde aufgrund des durch Folter erzwungenen Geständnisses verurteilt. „Da sie aber ein einfältig Weib, das vom Sathan verleitet worden, so solle sie vorher stranguliret und nachgehends der Körper verbrannt werden“.

Der Prozess gegen Gretje Offen: Marcus Grave (1817): Über einen Hexenprozeß im Jahre 1667. Mit einem Nachtrag aus dem Jahr 1814. In: Neue Schleswig-Holsteinische Provinzialberichte 7.Jg. (1817)

Wilhelm Postl: Hexenwahn und Teufelsbeschwörung im Amt Tremsbüttel. In: Bargteheide im Amt Tremsbüttel. Die Geschichte des Dorfes. 1998, S. 74 f

Hexenprozess gegen Gretje Offen aus Klein Hansdorf 1667


Barntrup – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Barntrup

Station des Kunstpfads an der Mittelstraße erinnert an die Hexenprozesse. Kunstobjekt Die Hexe, Künstlerin: Sieglinde Strohmeier.

Text der Infotafel:
Die Grafschaft Lippe gehörte zur Kernzone der Hexenprozesse in Mitteleuropa. Die Hexenverfolgung fand überwiegend zwischen 1509 und 1681 statt. Unwissenheit, Intoleranz und Fanatismus forderten auch in Barntrup ihre Opfer. Im Jahr 1657, in der Nacht zum 1. Mai, will der Nachtwächter Johann Stöcker in Gerlach Pennings Gastwirtschaft (heute Mittelstraße 37) den großen Hexentanz gesehen und dadurch einen Schadenszauber erlitten haben. Der anschließenden Welle der Hexenprozesse fielen zehn Barntruper Bürgerinnen und Bürger (neun Frauen und ein Mann) zum Opfer. Darunter war auch die Frau des Gastwirtes Annen Hohmuth, die am 24.05.1658 durchs Schwert hingerichtet wurde. Die Skulptur erinnert an das Unrecht der damaligen Zeit und steht speziell für Frau Anne Hohmuth.

  • Der Rat der Stadt Barntrup hat am 1.9.2015 die Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse beschlossen.
  • Station des Barntruper Kunstpfads erinnert an der Mittelstraße an die Hexenprozesse

Bartensleben – ST

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Bartensleben, Sachsen-Anhalt


Barth – MV

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Barth Mecklenburg-Vorpommern


Barthelmesaurach – BY

In Barthelmesaurach erinnert eine Gedenktafel an Margaretha Kurz aus dem kleinen Örtchen Mildach bei Kammerstein. 2003 machte die Gemeinde die Hexenverfolgungen in einem Gottesdienst zum Thema. Dabei rief Pfarrerin Sabine Baier dazu auf, allen Versuchen entgegenzutreten, andere Menschen zu diskriminieren und ihrer Würde zu berauben. Im Rahmen einer Feier wurde am 23. November 2003 der Gedenkstein für Margaretha Kurzin unter dem zentralen Kreuz im Friedhof zu Barthelmesaurach gesetzt.

Die Aufschrift auf der Tafel lautet:
Zum Gedenken an
Margaretha Kurz aus Mildach, welche am 10. November 1591,
3. Januar 1592 und am 1. April 1592 Verfolgung und Folter erlitt,
und an alle Menschen, die Qualen und Leid ertragen mussten.
Wir erinnern an die von Gott allen Menschen verliehene Menschenwürde.
Wir rufen auf zu Nächstenliebe, gewaltfreier Gemeinschaft und Völkerverständigung.
Die Gemeinde Kammerstein und die Kirchengemeinde Barthelmesaurach
23. November 2003
Margaretha Kurz wurde von Orts- und Kirchengemeinde rehabilitiert.

Informationen: Traudl Kleefeld: Wider das Vergessen. Hexenverfolgung in Franken – Stätten des Gedenkens. Dettelbach, 2016. 978-3-89754-484-0

2003 Gedenktafel unter dem zentralen Kreuz im Friedhof für Margaretha Kurz aus Mildach
2003 Gottesdienst zum Gedenken (hingerichtet 1592)


Basel (CH)

Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt. Einladung zur Einweihung der Gedenktafel für die Opfer der Hexenverfolgung am Freitag, 22. März 2019, im Grossratssaal, Rathaus.

Einweihung Gedenktafel Hexenverfolgung Verein Frauenstadtrundgang Basel
22. März 2019 Rednerin: Maja Adler
Einweihung Gedenktafel «Käppelijoch»

22. März 2019 Kanton Basel-Stadt/Schweiz: Einweihung der Gedenktafel für die Opfer der Hexenverfolgung.
„Die Gedenktafel ist als Rehabilitierung im symbolischen Sinne zu verstehen.“

Basel, Gedenktafel für die Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung, 2019, auf der Mittleren Rheinbrücke, direkt gegenüber des Käppelijoch – Foto: Nadja Wandert

Basel. Der Verein Frauenstadtrundgang Basel hat bei dem Grossen Rat beantragt, «Personen, die wegen Hexerei verurteilt und hingerichtet wurden, öffentlich für unschuldig zu erklären». Ihnen solle in Form einer Gedenktafel ein Erinnerungsort geschaffen werden. Die Namen Gret Fröhlicherin, Barbel Schinbeinin und Margreth Vögtlin sollten stellvertretend für die vielen Unbekannten stehen, die der Hexenverfolgung zum Opfer fielen. Nach Meinung des Vereins könnte eine Gedenktafel beim Käppelijoch auf der Mittleren Brücke montiert werden. «Es geht nicht um eine rechtliche, sondern um eine moralische Rehabilitation», sagt Nadja Müller, Koordinatorin des Vereins.
http://www.aargauerzeitung.ch/basel/rechtliche-rehabilitation-fuer-basler-hexen-erweist-sich-als-schwierig-127502901
http://www.frauenstadtrundgang-basel.ch/rundgange/hexenwerk-und-teufelspakt/
http://www.frauenstadtrundgang-basel.ch/rundgange/witchcraft-and-devils-bargain/

Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt 10. Dezember 2014 zur „Rehabilitierung der Opfer der Hexenverfolgung in Basel“

https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10977137_00005.html

Text:
Die Basler Hexenprozesse in dem 16ten und 17ten Jahrhundert : Einladungsschrift zu der Rede des zeit. Rector magn., Hrn. Prof. Dr. K. R. Hagenbach, welche Donnerstags, den 24. September 1840, morgens 10 Uhr in der Aula gehalten werden wird
Autor / Hrsg.: Fischer, Fr. ; Hagenbach, Karl Rudolf ; Fischer, Fr. ; Hagenbach, Karl Rudolf
Verlagsort: Basel | Erscheinungsjahr: [1840] | Verlag: Schweighauser. Signatur: 4 Diss. 3865,59
Permalink: http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10977137-1


Bautzen – SN

In Bautzen wurden 1599-1604 Hexenverfolgungen durchgeführt: Drei Personen gerieten in Hexenprozesse, zwei Frauen wurden enthauptet. Quelle: Manfred Wilde: “Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen“, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 464


Bedburg – NRW

Werwolf-Wanderweg mit dem Werwolf-Logo rund um das Wasserschloss Bedburg. Start ist am Agathator in Alt-Kaster. Tafeln auf dem Rundweg stellen einzelne Stationen des Lebens von Peter Stump, genannt Stubbe-Peter, dar.
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Stump
Tafel 1 „Wolfgangsstieg“: dämonische Greueltaten
Tafel 2 „Kasterer Höhe“: Geburts- und Wohnort von Peter Stubbe
Tafel 3 „Kasterer See“: Jagd auf den Werwolf von Epprath
Tafel 4: Verhaftung des Werwolfes
Tafel 5 „Rathaus Bedburg“: Peter Stubbe vor Gericht
Tafel 6 „Schloss Bedburg“: Folter und Verurteilung von Peter Stubbe
Tafel 7 „Erfthalbinsel Broich“: Ende des Werwolfs

Infotafel Bedburg Werwolf Wanderweg
Foto: Hartmut Hegeler


Beelitz – BB

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Beelitz, Brandenburg


Beeskow – BB

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Beeskow, Brandenburg


Belgien (B)

Namen von Opfern der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Belgien – Jullie namen in gouden letters (Ihre Namen in goldenen Buchstaben)

Brabant

Namen von Opfern der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Belgien Brabant

Flandern

Namen von Opfern der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Belgien Flandern

Limburg

Namen von Opfern der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Belgien Limburg

Namensliste der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Limburg, Belgien


Belzig – BB

 

„FrauenOrte im Land Brandenburg“. Gedenktafel für Hedwig Rösemann wurde als 17. Tafel am früheren Hinrichtungsplatz in Niemegk am 8. März 2012 enthüllt.
Frauenorte Niemegk Belzig Roesemann.jpg
Quelle: http://www.frauenorte-brandenburg.de/index.php?article_id=106 (Biographie)

Frauenorte Niemegk Belzig.jpg
Quelle: http://www.frauenorte-brandenburg.de/files/fo_bb_tafel_roesemann.pdf (Tafel Hedwig Rösemann)

Dr. Silke Kamp: Hexenverfolgungen in der Mark Brandenburg
Quelle: http://www.frauenorte-brandenburg.de/files/hexenverfolgungen_in_der_mark_brandenburg.pdf

Text, Hexenprozessakte (Original) und Hexenprozessakte (Abschrift)

Vorlage Stadt Belzig zum Hexenprozess

Hexenrehabilitierung Bad Belzig

Hexenrehabilitierung Niemegk


Bendelin – BB

Bendelin, Brandenburg, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Benice (PL)

Benz

Benice (Benz), Polen, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Benshausen – TH

Brief an Bürgermeister Benshausen Thüringen 2012 03

Namensliste Opfer Hexenprozesse Benshausen Thüringen


Bentzin – MV

OT Plestlin

Bentzin OT Plestlin, Mecklenburg-Vorpommern, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Bergen (N)

Bergen Heksesteinen Nordnes i Bergen Norwegen Norway Norge Noreg
Siehe weitere Informationen unter:
http://ansatte.uit.no/rune.hagen/hekseprosesser.html
http://ansatte.uit.no/rune.hagen/nnhekser.htm

 

 

 

 

 

 


Bergheim (F)

Elsass

Bergheim (Elsass), Frankreich, Maison des Sorcières


Bergisch Gladbach – NRW

Katharina-Güschen-Weg in Bergisch-Gladbach-Kaule

Hauptausschuss Stadtrat Bergisch-Gladbach, 9. Februar 1988 und 20 März 1990:
beschloss Anbringung einer Gedenktafel am Rathaus Bensberg für die „Frauen, die unschuldig als Hexen verhöhnt, gefoltert und hingerichtet wurden“. Bei den Hexenprozessen in Bensberg handelte es sich nach heutigen Begriffen um Unrecht.

Katharina Güschen 1613 Hexenprozess

Gedenktafel für die Opfer der Hexenprozesse am Rathaus in Bensberg.
Foto: Hartmut Hegeler


Bergsdorf – BB

Bergsdorf, Brandenburg, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Berkholz – BB

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Berkholz, Brandenburg


Berlin – B

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Berlin

Berlin, Deutsches Historisches Museum Ausstellung 2002 „Hexenwahn, Ängste der Neuzeit“
http://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/hexenwahn/katalog.htm

Dorothea Steffin: Der letzte „Hexenprozess“ in Berlin 1728


Bernau – BB

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung in Bernau

Bernau bei Berlin 2017. Hexenverfolgungen – Montagsandacht von Marion Gardei. Andacht im Evangelischen Zentrum am 13. März 2017

Zur Einbringung der interfraktionellen Antrages zur Rehabilitation der Opfer der Hexenverfolgung sprach für die Linksfraktion der Stadtverordnete Sören-Ole Gemski.

Plakatausstellung Hexenprozesse in Bernau bei Berlin, 2017

2017 Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse durch die Stadtverordnetenversammlung geplant
12.03.2017 ökumenischer Gottesdienst in der St. Marien Kirche und Ausstellung zu Hexenprozessen
Pfarrerin Marion Gardei, Beauftragte für Erinnerungskultur, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Predigt: Frau Ulrike Trautwein, Generalsuperintendentin für den Sprengel Berlin

Bernau Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse durch die Stadtverordnetenversammlung

Catarina Selchow 1621 Hexenprozess

Dorothea Meermann 1619 Hexenprozess

Denkmal für die Opfer der Hexenprozesse Bernau. Künstlerin: Annelie Grund
Foto: Hartmut Hegeler

Gedenkgottesdienst für die Opfer der Hexenverfolgung 2010

Henkerhaus in Bernau

Das Henkerhaus ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus im Zentrum von Bernau bei Berlin (Brandenburg). Es wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Fachwerkhaus in Ständerbauweise errichtet. Beim Umbau des Gebäudes im 19. Jahrhundert erhielt es seine noch heute vorhandene Putzfassade.

Die Rückseite des Gebäudes schließt mit dem Mauerring der mittelalterlichen Stadtbefestigung ab. Das Haus diente bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Scharfrichterei der Stadt.

In dem Gebäude befindet sich seit 1976 eine Abteilung des Heimatmuseums Bernau. Eine Ausstellung stellt die Geschichte der Scharfrichterei dar. Die rekonstruierte Schwarze Küche gibt Zeugnis vom Alltagsleben in der Zeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit dem Angriff der Hussiten auf die Stadt im Jahr 1432.

Von der Künstlerin Annelie Grund wurde neben dem Henkerhaus am 31. Oktober 2005 ein Denkmal für die Opfer der Hexenverfolgung in Bernau geschaffen mit der Inschrift „der Hexerei beschuldigt, gefoltert, getötet“.

In der Chronik von Tobias Seiler 1736 sind die Namen von 25 Frauen und 3 Männern verzeichnet, denen zwischen 1536 und 1658 in Bernau der Hexenprozess gemacht wurde.


Bernburg (Saale) – ST

Namensliste der Opfer der Bernburger Hexenprozesse

Bernburg (Saale) Tafel Opfer der Hexenprozesse 2015
am ehemaligen Pfarrhaus der Kirche St. Marien, Altstädter Kirchhof 10,
vorgeschlagen vom Museumsdirektor Dr. Roland Wiermann

Barbara Meyhe 1619 Hexenprozess

Gedenktafel für die Opfer der Hexenverfolgung in Bernburg (Saale), 2015

Barbara Meyhe Opfer der Hexenverfolgung Bernburg

Prozess gegen die Ehefrau des Bernburger Bürgermeisters Christoph Meyhe, Barbara Meyhe, geb Banse, wegen Hexerei (1617 -1619) – überlieferte Abschrift der Prozessakten
Mitgeteilt aus den Akten des Anhalt. Staatsarchivs zu Zerbst von P. Dr. Schmidt-Deetz, 1930, Zerbst

vgl. Susanne Wiermann, Die Hexe von Bernburg, Schuster Verlag Baalberge, ISBN 978-3-9813121-9-5


Betziesdorf – HE

Oberhessen

Protocol of torture of Katharina Lips 1674

Bild von Karl-Peter Merz, Köln

Katharina Lips aus Betziesdorf. Folterprotokoll

Hexenprozess gegen Katharina Lips aus Betziesdorf 1673 (youtube)


Bevergern – NRW

OT von Hörstel

Bevergern 1620-1629. Zaubereiverdacht gegen Anna Braun, Locke Lengerich und deren Tochter Margarete in Bevergern
Staatsarchiv Münster Bestellsignatur : Msc. VI, Nr. 264 l

S. 112
http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=112&tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Westfalen%2FMsc_VI%2F00264b-n%2Fmets.xml&cHash=783e13b3b27a79f852aaa43941b7117a

S. 113 ff
http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=113&tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Westfalen%2FMsc_VI%2F00264b-n%2Fmets.xml&cHash=e3cb747729ed73ce7b7f50465f4acc1b

Bevergern 1620-1629. Zaubereiverdacht gegen Anna Braun, Locke Lengerich und deren Tochter Margarete in Bevergern
Staatsarchiv Münster Bestellsignatur : Msc. VI, Nr. 264 l
http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf[id]=http%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Westfalen%2FMsc_VI%2F00264b-n%2Fmets.xml

Bevergern Hexenhöhle. Die nördlichste Erhebung des Teutoburger Waldes ist der Huckberg zwischen Hörstel und Bevergern. Die Gegend wird „Nasses Dreieck“ genannt, weil dort vom Dortmund-Ems-Kanal der Mittellandkanal abzweigt, der den Teutoburger Wald südlich des Huckberges quert. Am Huckberg liegt in einem Tal ein kleiner Teich, der in der Bevölkerung den Namen „Hexenteich“ hat. Weiter oberhalb in dem durch einen alten Steinbruchbetrieb entstandenen Tal öffnen sich in einer Felswand die beiden Eingänge der Hexenhöhle.


Beverstedt – NI

OT Heyerhöfen

http://www.chronik.lunestedt.de/hexe.html


Bideford (GB)

Devon

Bideford, Devon, United Kingdom, plaque commemorating the last executions for witchcraft in England.

Rougemont Castle Exeter Devon Witch Plaque
Bideford, Devon plaque commemorating the last executions for witchcraft in England.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/df/Witchplaque.JPG/220px-Witchplaque.JPG


Biedenkopf – NRW

1631  wird der Hexenprozess gegen Henrich Sangen unter Schultheiß Jost Alexander Walther geführt.

Hexenprozess 1631 gegen den 15-jährigen Heinrich Sanger aus Biedenkopf


Biel (CH)

Im Jahr 1757 fand in Biel der letzte Hexenprozess statt. Die Frau eines Georges Villars von Leubringen wurde von zahlreichen Nachbarn und übrigen Dorfbewohnern der Hexerei beschuldigt.

Hexenprozesse in Biel und Umgebung: https://web.archive.org/web/20200806134737/https://www.memreg.ch/dossier.cfm?show=text&id=9904&dossier=true&action=showDetail


Bierum – NI

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung
Bierum


Biesenthal – BB

Biesenthal, Brandenburg, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Bilstein – NRW

OT von Lennestadt

Dorothea Becker Hexenprozess 1575 (Artikel bei Wikipedia)


Bismark – ST

Altmark

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Bismark (Altmark), Sachsen-Anhalt


Blandikow – BB

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Blandikow, Brandenburg


Blankenheim – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse Blankenheim

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Blankenheim

Horkelstein ist ein Felsen zwischen den beiden Dörfern Esch (bei Gerolstein) und Alendorf, auf dem Pfr. Hildenbrandt verbrannt worden ist.

Auf dem Bild ist die „Kammer“ zu sehen, in der der Scheiterhaufen errichtet wurde.

 


Blesendorf – BB

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Blesendorf, Brandenburg


Bliesransbach – SL

Namen der Opfer der Hexenprozesse/Hexenverfolgung Bliesransbach, Saarland


Blomberg – NRW

In Blomberg erinnert seit 1989 auf dem Marktplatz ein Brunnen des Künstlers Gerd Ruwe an die Hinrichtung von Alheyd Pustkoke als „Hexe“ wegen eines Hostienfrevels. Eine weibliche Gestalt hält mit beiden Händen das ausgebreitete Korporale, auf dem 45 Hostien liegen, um es im Brunnen zu versenken.
Foto: Hartmut Hegeler

Stadt Blomberg Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse 10.3.2015


Bobolice  (PL)

Bublitz

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Bobolice (Bublitz), Polen


Bochum – NRW

In den letzten Kriegstagen im Monat April 1945 wurden 20 Zwangsarbeiter und politische Häftlinge im Keller der Bochumer GESTAPO-Zentrale, Bergstraße 76, hinterrücks erschossen und an dieser Stelle im Stadtpark verscharrt.
Ihre Leichen wurden später ausgegraben und auf dem Friedhof am Freigrafendamm beigesetzt.
„Das Gedenken an diese Opfer soll für uns Mahnung und Verpflichtung sein.
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“


„November 1944, den Opfer von Gewaltherrschaft und Krieg 1939-1945“.

Bochum, Grabenstraße neben Pauluskirche


Bodenheim – RP

Liste derjenigen Personen, die der Hexerei verdächtigt werden. Bodenheim, 1613

Bodenheim Gemeinderat berät Rehabilitierung der während der Hexenverfolgung gefolterten und getöteten Bodenheimer Bürgerinnen und Bürger (SPD-Antrag vom 27.11.2019) Vorlage 2020/006/198 Art Beschlussvorlage


Die Informationstafel befindet sich am historischen Rathaus in Bodenheim, Rathausstr. 1, neben dem Eingang zum
„Bollesje“ (ehemaliges Gefängnis).

Wortlaut der Tafel:

Bodenheim Hexenverfolgung

Ein dunkles Kapitel der Bodenheimer Ortsgeschichte war die Hexenverfolgung in der Zeit vom Oktober 1612 bis zum März 1615. Der Hexenjagd fielen 32 Personen zum Opfer. Davon wurden 25 Personen, überwiegend pfälzische Frauen, als Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt, zwei verhungerten während der Haft in diesem Gefängnis, vier konnten vor der Hinrichtung durch ein Aufgebot der Kurpfalz gerettet werden und ein Angeklagter wurde freigesprochen.
An diesem Ort gedenkt die Ortsgemeinde Bodenheim den vor 400 Jahren, in einer Zeit des Aberglaubens und der Intoleranz, unschuldig Verfolgten und hingerichteten Menschen.

Durch die Initiative des Bodenheimer Heimatmuseum e.V. weist eine neue Informationstafel auf ein düsteres Kapitel der Bodenheimer Ortsgeschichte hin. Im Zeitraum von 1612 bis 1615 war die Gemeinde Bodenheim von einer Welle der Hexenverfolgung betroffen. Von insgesamt 32 Angeklagten starben 25 Menschen auf dem Scheiterhaufen und zwei weitere in der Haft. Aus dem Kellerverlies, auch „Bollesje“ genannt, konnten vier Personen befreit werden. Lediglich einen Angeklagten hat man wieder auf freien Fuß gesetzt.

Bodenheimer Heimatmuseum e.V. Informationstafel Hexenverfolgung
Artikel: 13.05.2019

Mahnschreiben von Kurfürst Friedrich von der Pfalz an den Propst mit Mahnung um Ende der Prozesse. Heidelberg, 24.5.1614

Verzeichnis, was die justificierte personen in Bodenheim ahn menschen undt vieh, wie auch andern schaden mehr volbracht und verrichtet, wie hernach beschrieben volgt.

Bodenheim: Hexen-Skulptur, die unter einer Bank zum Ausruhen und Nachdenken liegt. Denkmal für Elisabeth Metzler. Inschrift:
„nach eröffnung der gefängniß sie darinnen todt und albereit stinkend auch schimlech
brot bey ihr gefunden“.

Rondell der Ortsgeschichte im Bodenheimer Dollespark, wo die Hexe an die Verfolgung und Verbrennung von als „Hexen“ verleumdeten Menschen gemahnt.
Fotos: Hans Kottke

 

Arbeit von Sara Volmer im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2018/2019:

Sara Volmer-„Die fast vergessenen Frauen von Bodenheim“ Die Hexenverfolgung in Bodenheim von 1612 bis 1615

Ludolf Pelizaeus: 1612-1615 kam es in Bodenheim zu einer schweren Hexenverfolgung.

Mindestens 27 Bürger verloren ihr Leben. Die Relation von Opferzahl zur Einwohnerzahl und die Verfolgungsdauer ist hoch. Bodenheim hatte damals ca. 300 Einwohner, so dass in zweieinhalb Jahren 17% der erwachsenen weiblichen Bevölkerung den Prozessen zum Opfer fiel.
Seinerzeit agierten drei Grundherren – die „reichischen“, die pfälzischen und die Abtei St. Alban aus Mainz – gegeneinander und wollten mit der Verfolgung jeweils gegnerischer Anhänger vor allem ein politisches Signal setzen.

An die Ereignisse erinnerte 2014 das Benefiz-Theatermusical „Hexe! De Deibel soll se hole!“ über Merg Schollin, das Opfer des ersten Bodenheimer Hexenprozesses im Jahr 1612.   „Hexe! De Deibel soll se hole“ – THEATERMUSICAL


Bodolz – BY

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Bodolz, Bayern


Bönen – NRW

Lübbert Wienpahl aus dem Kirchspiel Bönen wegen Zauberei angeklagt 1653


Bonn – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/Hexenverfolgung Bonn


Borchen – NRW

Hexenprozesse Borchen Wikipedia Artikel (aufgerufen 7.1.17)


Bördeaue – ST

OT Tarthun

Namen der Opfer der Hexenprozesse/Hexenverfolgung Bördeaue OT Tarthun, Sachsen-Anhalt


Boxberg – BW

OT Unterschüpf

Hexerei und Unzucht der Witwe Apollonia Schmidts zu Unterschüpf, 1596
Hexenprozess. Zentralarchiv Hohenlohe Findbuch HZAN_Ni 10 Bd.3


Brandenburg-Ansbach – BY

Markgraftentum

Bucklin, Margarete


Brandenburg – BB

an der Havel

Brandenburg an der Havel, Brandenburg, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Bratislava (SK)

Pressburg

Bratislava (königliche Freistadt Pozsony / Preßburg), Hauptstadt der Slowakei

2001 wurde in Bratislava die Bürgervereinigung „Gesellschaft Uroboros“ gegründet. Sie bemühte sich, eine Gedenktafel für die Opfer der Hexenprozesse anzubringen. Die metallene Gedenktafel auf dem Straßenpflaster befindet sich seit dem 14. November 2002 in der Michalská ulica (Straße) an der Ecke des Hurbanovo Namesti (Platz) in der Stadtmitte von Bratislava gegenüber dem Eingang zur Trinitatiskirche.

Aus Pozsony sind zwei Prozesse aus dem Jahre 1602 überliefert, in denen ungarische Frauen wegen Hexerei unter Anklage standen. (Vgl. Endre Hagenthurn, aus Pécs/Ungarn, Dissertation 2005. …aufs fleißigste zu Papier zubringen. Zur Sprache von Hexerei-Prozessakten aus dem frühneuzeitlichen Schäßburg/Siebenbürgen, S. 200.
https://repositorium.uni-muenster.de/document/miami/c59b744d-91b3-4d59-b9b1-533173a9e172/01_diss_hagenthurn.pdf
Richard Horna, Zwei Hexenprozesse in Pressburg zu Beginn des XVII. Jahrhunderts, Bratislava. (1933, I).

Im ersten Prozess wurde die Ungarin Agatha Toott Borlobaschin gütlich und unter Folter verhört.

Dank für die Fotos an: Ivana <ten.n1632465446irelm1632465446mubne1632465446tlew@1632465446kebor1632465446d1632465446>, Martina Jurinova (b. Pisarova) und www.slovakspectator.sk

Inschrift: “In Erinnerung an die erste Hexe, die in Bratislava verbrannt wurde. An dieser Stelle wurde am 24.05.1602 als erste Hexe in Bratislava Agatha Toott Borlobaschin verbrannt.” – Frei übersetzt
Wer sich die Gedenktafel anschauen möchte, findet sie an der Ecke Michalská ulica (Straße) und Hurbanovo Namesti (Platz). Einfach durch das Michaelstor aus der Innenstadt heraus, über die Brücke und dann leicht links.
http://trimeles.ukaplicky.com/clanek.php?idc=78 (abgerufen 27.10.2010)

Schicksal von Agatha Toott Borlobaschin: Sie wurde am 15.03.1568 als Tochter eines armen Schneiders geboren und hatte noch 12 Geschwister. Eines Tages wurde sie von einem Schwarzmagier Adafuchsus Mindragogus Blacchus angesprochen und wurde seine Magd und Helferin. Sie hat für ihn Hühner gekauft und Gänsefedern besorgt oder Menschen, wenn es ging, Haare herausegzupft, die Blacchus für Tränke oder für seine schwarze Magie brauchte. Er bezahlte sie gut und so kam sie auch zu Geld. Mit der Zeit ging sie jedoch soweit, dass sie auch ein Kind entführt hat, das Blacchus benötigte. Diese Tat wurde recht schnell entdeckt und sie wurde zum Tod durch Verbrennen verurteilt. Sie verriet beim Verhör ihren Förderer, der daraufhin auch verhaftet wurde.

Informationen dazu auf ungarisch:
http://web.archive.org/web/20081017214820/http://www.hhrf.org/szabadujsag/szu0249.htm#agatha (27.10.2010, abgerufen 10.2.2017)


Braunschweig – NI

Lechlumer Holz Gerichtsstätte (Foto Wikipedia)
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:RichtstaetteLechlumerHolz_Gedenkstein.JPG

Unweit der Stadt Wolfenbüttel befanden sich zwei herzogliche Richtstätten, das „Lechlumer Holz“ und der „Tollenstein“.

Am westlichen Rand des Lechlumer Holzes verlief die alte Heerstraße, die von Wolfenbüttel kommend über Stöckheim und Melverode nach Braunschweig führte. Auf einer Kuppe über der Oker liegt hier die um 1600 erstmals historisch erwähnte Hauptrichtstätte des alten Fürstentums.

Braunschweig Gottesdienst 25. November 2004 in der St. Pauli-Kirche  zum Thema Hexenverfolgung

OT Harxbüttel

Gedenktafel für Anna Roleffes, landläufig Tempel Anneke genannt, in Harxbüttel, in der Nähe von Braunschweig. Die Initiative für die Errichtung des Denkmals kam von Herrn Peter Dietrich, Harxbüttel. Die Akten des Prozesses sind auf Englisch in Peter Morton/Dähms (ed./trans.) The Trial of Tempel Anneke: Records of a Witchcraft Trial in Brunswick, Germany, 1663 (University of Toronto Press, 2005) übersetzt.
Foto: Peter Morton

vgl. Wikipedia Artikel Anna Roleffes
https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Roleffes


Bräunlingen – BW

Bräunlingen Hexendenkmal Galgenberg (Foto von Joachim Schweitzer)

Joachim Schweitzer: Ort der Verbrennungen der als Hexen verurteilten Menschen in Bräunlingen

Bräunlingen, BW, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung
Aus: Balzer, Eugen: Die Bräunlinger Hexenprozesse, in: Alemannia. Zeitschrift für alemannische und fränkische Volkskunde, Geschichte, Kunst und Sprache, Dritte Folge, 2. Bd. (38. Bd. der ganzen Reihe), 1910, S. 1-42

Die Bräunlinger Hexenprozesse 1632 und 1635
Bräunlingen, BW, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung

Die Hexenprozesse zu Freiburg/Breisgau, Offenburg/Ortenau und Bräunlingen/Schwarzwald.
Freiburger Adress-Kalender: für das Schalt-Jahr 1836. Freiburg <Breisgau>, 1836 , S. 49-64

Bräunlingen Hexenverfolgung
1635 begannen in der habsburgischen Stadt Bräunlingen Hexenprozesse. In den Hexenverfolgungen wurden gegen insgesamt 14 Personen inquiriert, mindestens fünf Frauen und ein Mann wurden hingerichtet.
Quelle: Kazuo Muta: Hexenverfolgung in der Grafschaft (Fürstentum) Fürstenberg. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, https://www.historicum.net/purl/jfzpm (abgerufen 2. Dezember 2015)

Georg Längin: Religion und Hexenprozess. Zur Würdigung des 400jährigen Jubiläums der Hexenbulle und des Hexenhammers sowie der neuesten katholischen Geschichtsschreibung auf diesem Gebiete. Leipzig, Verlag Otto Wigand, 1888, S. 103 ff

Dr. Oskar Wächter: Femgerichte und Hexenprozesse in Deutschland Verlag von W. Spemann, Stuttgart, 1882, S. 32-33 

In dem badischen Städtchen Bräunlingen wurde Verena Hornung zum Tode verurteilt, nachdem sie (am 7. Mai 1632) auf der Folter ausgesagt: „Als sie einst wegen Mangel an Nahrung sehr betrübt gewesen, sei der böse Geist in Gestalt eines Mannes und in schwarzen Kleidern zu ihr gekommen; habe sie getröstet und gefragt, was ihr Anliegen und wie ihr zu helfen sei, er wolle ihr Geld geben. Darauf habe er mit ihr gegessen und getrunken und ihr das Geld gegeben; als sie aber damit wieder heimgekommen, seien alsbald Hafenscherben daraus geworden. Dieser böse Geist habe sich Hölderlin genannt und sei nachmals öfter, Tags und Nachts, zu ihr gekommen. Da sie sich demselben ganz ergeben, so habe er sie, obgleich sie sich sehr widersetzt, durch Schläge endlich gezwungen, Gott und alle Heiligen zu verleugnen. Zum Zeichen des Bundes mit ihm habe er Haar von ihrem Kopfe genommen u. s. w.
Mit glatten Worten betört der böse Feind die Arme, verführt sie, das Bündnis mit ihm einzugehen, sich ihm hinzugeben – er drückt ihr mit seiner Kralle das Teufelszeichen (Stigma) auf und verschwindet. Nun gehen der Verblendeten die Augen auf, aber – sie kann nicht mehr zurück. Der Teufel nötigt sie, ihm sich zu verschreiben, Gott abzusagen und zu lästern. Nun muss sie dem Teufel dienen. Er unterweist sie, Menschen und Vieh Krankheit und Unfruchtbarkeit anzuhängen, die Christen an Leib und Seele, an Hab und Gut zu verderben, Gewitter und Wind zu machen, und gibt ihr ein Pulver, womit sie fremde Felder unfruchtbar machen kann u. s. w. Als Mittel dient auch die Hexensalbe und allerlei Zauberformeln. Schon ein Apfel, ein Trank Bier von der Hexe dargeboten, ja schon ein Hauch, ein böser Blick kann zur Behexung genügen.

Das Kunstwerk Gerichtsbarkeit des örtlichen Künstlers Ulrich Zandona stand vorübergehend in einer städtischen Grünanlage anlässlich des Stadtjubiläums in 2005


Breddin – BB

Breddin, Brandenburg, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Breitungen – TH

Schreibfen an Bürgermeister Breitungen Thüringen 2012 03

Namensliste Opfer Hexenprozesse Breitungen Thüringen


Brixen (I)

In den Anfängen des 17. Jh. wurde dem in Payrdorf am Pfeffersberg geborenen Mathias Perger als angeblichem Hexenmeister unter Graf Johann Andreas von Wolkenstein und Rodenegg als dem legendären „Lauterfresser“ in der Kandlburg der Prozess gemacht. Eine Gedenktafel weist in Payrdorf unterhalb von Tötschling auf das Heimathaus des Hexenmeisters hin.

Lauterfresser (Wikipedia)


Bromberg (A)

Niederösterreich

Bromberger Hexenweg
Informationstafeln erzählen über die Hexenverfolgung in der Neuzeit und über das Schicksal der Afra Schickh, die am 11. Dezember 1671 in der Wiener Neustadt auf dem Scheiterhaufen starb

http://www.religionen.at/irschick.htm


Bruchhausen – RP

OT von Unkel

Abschrift der Hexenprozessakte Bruchhausen/ Erpel, Rheinland-Pfalz – Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 2 Nr. 1829
Titel: Hexenprozesse in Erpel 1632-1643? – 
von Dr. med. Geert Ruickoldt – Anna Katharina Spee, „Hexenkönigin von Bruchhausen“, Erpel/ Bruchhausen 1631

Hexenprozessakte gegen Anna Katharina Spee (Abschrift)

Hexenprozessakte gegen Anna Katharina Spee (Akte)

BAP Sänger Wolfgang Niedecken stammt ab von:
Anna Katharina Spee, „Hexenkönigin von Bruchhausen“, 1631

Spee-Burg Bruchhausen, Waldstraße 28
Hexenprozess von Anna Katharina Spee 1631
Foto: Hartmut Hegeler

Votivbild der Schmerzreichen Mutter Maria, St. Johann Baptist, Bruchhausen.
Es wurde 1636 gespendet von den Kindern der Anna Katharina Spee, nachdem sie als „Hexenkönigin von Bruchhausen“ verbrannt worden war.
Foto Hartmut Hegeler


Brühl – NRW

Brühl Strassenschild Anna-Schmitz-Str.


Brüsenhagen – BB

Brüsenhagen, Brandenburg, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Brüssow – BB

Brüssow, Brandenburg, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Bückeburg – NI

Amt Bückeburg 1567 Hexenprozessakte Alheit Engelking und Gesschen Nortzelen


Büdingen – HE

Büdingen Stadtverordnetenversammlung rehabilitiert Opfer der Hexenprozesse 12.10.2012

Walter Nieß: Hexenprozesse in der Grafschaft Büdingen, Erstauflage Büdingen 1982
ISBN 978-3-939454-89-2

InhaltsverzeichnisBuchbesprechung

Namen der Opfer der Hexenprozesse Ysenburg-Birstein und Ysenburg-Ronneburg (mit freundlicher Genehmigung des Verlages)

Insgesamt wurden 455 Frauen (89,4 %) und 54 Männer wegen Zauberei angeklagt. Nieß, S. 463


Bühl (Baden) – BW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Bühl (Baden)

Bild links: „Lebendig in Staub und Asche verbrannt“.
Urteil für 70 Frauen, 1629
Entwurf eines Gedenksteins für die Opfer der Hexenprozesse von Dr. Paul Zimmermann, Bühl

Bild mitte: Hexenbrunnen auf dem Weg zum Aussichtspunkt Schartenberg, der in den Verhörprotokollen von 1628/29 als angeblicher Versammlungsplatz der „Hexen“ genannt wird. (Foto Walter W. Braun)

Bild recht: Hexenbrunnen in der Stadtmitte Bühl ist der Fasnachtsfigur, den Bühler Hexen, gewidmet. (Foto Walter W. Braun)


Bühlertann – BW

Bühlertann mit Ortsteil Halden war 1611– 1614 von Hexenverfolgung betroffen. Neun Frauen gerieten in einen Hexenprozess, die alle nicht überlebten. Die letzte Hinrichtung fand 1614 statt: Engla Kugler, Frau des Schmiedes Melchior Kugler.

Quelle: Mährle, Wolfgang: „Oh wehe der armen Seelen.“ Hexenverfolgung in der Fürstpropstei Ellwangen (1588-1694), in: Dillingen, Johannes; Fritz, Thomas und Mährle, Wolfgang: Zum Feuer verdammt. Die Hexenverfolgungen in der Grafschaft Hohenberg, der Reichstadt Reutlingen und der Fürstpropstei Ellwangen, hrsg. vom Institut für geschichtliche Landeskunde und historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen, Stuttgart 1998, S. 325-500, besonders S. 453-476


Bühlerzell – BW

Bühlerzell mit den Ortsteilen Kottsbühl und Senzenberg war 1611 – 1618 von Hexenverfolgung betroffen. Acht Frauen gerieten in einen Hexenprozess, die alle nicht überlebten. Die letzte Hinrichtung fand 1618 statt: Katharina Leng aus Kottsbühl. Zwei Frauen erlitten den Tod in der Haft.

Quelle: Mährle, Wolfgang: „Oh wehe der armen Seelen.“ Hexenverfolgung in der Fürstpropstei Ellwangen (1588-1694), in: Dillingen, Johannes; Fritz, Thomas und Mährle, Wolfgang: Zum Feuer verdammt. Die Hexenverfolgungen in der Grafschaft Hohenberg, der Reichstadt Reutlingen und der Fürstpropstei Ellwangen, hrsg. vom Institut für geschichtliche Landeskunde und historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen, Stuttgart 1998, S. 325-500, besonders S. 453-476


Büren – NRW

Antrag zur Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse an den Rat der Stadt Büren

Hexenkeller in der Wewelsburg, hier fanden 1631 zwei Hexenprozesse statt. 1657 kam unter der Folter auch ein als „Werwolf“ angeklagter Mann in der Wewelsburg ums Leben.
Michael Drewniok: Der Krieg gegen die Hexen, Büren-Wewelsburg 1998, S. 3
Kreismuseum Wewelsburg, 33142 Büren, Burgwall 19

Foto: Hartmut Hegeler


Burg – ST

Namen der Opfer der Hexenprozesse/Hexenverfolgung Burg (bei Magdeburg), Sachsen-Anhalt


Burghausen – BY

Raimund Frickl, Opfer der Hexenverfolgung aus Burghausen 1719
Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Johannes Dorner

 

 


Buschmühl – MV

Buschmühl, MV, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Buseck – HE

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Busecker Tal

Buseckertal Hexenprozesse

https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/buseck-ort848761/zeit-hexen-busecker-rehabilitieren-12085582.html

»Zeit, Hexen im Busecker Tal zu rehabilitieren«, Gießener Anzeiger 17.08.2011

Das wahre Ausmaß und das Leiden der Betroffenen auch im Busecker Tal ist mit dem Abstand von mehreren hundert Jahren kaum noch zu erfassen. Eine der betroffenen Frauen, die der Verfolgung zum Opfer fielen, war Margaretha Fritz aus Großen-Buseck. Nun meldete sich ein möglicher Nachkomme, der in Kanada lebende Grant Hayter-Menzies, der die Gemeinde Buseck auffordert, die damals zu Unrecht Getöteten offiziell zu rehabilitieren.

 

Email an den Bürgermeister: Rehabilitierung für angeklagte und hingerichtete Bürger u. Bürgerinnen aus dem Buseckertal

Betreff: Rehabilitierung für angeklagte und hingerichtete Bürger u. Bürgerinnen aus dem Buseckertal

Absender: Grant Hayter-Menzies, Canada

An Herrn Bürgermeister Reinl
Der Gemeindevorstand der Gemeinde Buseck
Ernst-Ludwig-Straße 15
35418 Buseck  Deutschland
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Sehr geehrter Herr Bürgermeister Reinl!

Antrag zur nächsten Ratssitzung

Eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte der Neuzeit in Westeuropa waren die Hexenverfolgungen vom 14. bis ins 18. Jahrhundert.

Im Buseckertal wurden zwischen 1655-1674 unbescholtene Bürgerinnen und Bürger verfolgt und der Hexenprozess gemacht. Unter grausamer und brutaler Folter wurden Geständnisse erpresst. Denn nur bei einem Geständnis konnten die Verfolgten hingerichtet werden, und zwar durch Verbrennen bei lebendigem Leibe oder Decollation (Enthaupten).

Lange habe ich mich mit meiner Familiengeschichte beschäftigt. Meiner Großmutter (geb. Launspach) stammte aus Reiskirchen, Großen-Buseck, Gießen, Londorf und an anderen Orten. Eine Reihe meiner Vorfahren wurden der Hexerei beschuldigt durch eine Reihe von meinen anderen Vorfahren. Einer meiner Vorfahren, Margaretha, Ehefrau von Wilhelm Fritz, wurde hingerichtet (Februar 1657).

Einige dieser Beschuldigten hatten Glück. Else Schmidt von Burkhardsfelden, die Folter von 1672-1674 erlitt, wurde von der Juristischen Fakultät der
Universität Mainz freigesprochen.

Margaretha und die weniger Glücklichen, Opfer dieser Zeit großen Wahnsinns, verdienen, dass ihnen ihre Ehre wiedergegeben wird und endlich gesagt wird, dass sie unschuldig an den ihnen unterstellten Verbrechen waren.

Allen Betroffenen, auch den hier nicht Genannten, gebührt selbst nach so langer Zeit, die sozialethische Rehabilitierung , da Ihnen Unrecht widerfahren
ist. Ich beantrage und bitte, dass der Gemeinderat von Buseck die Unschuld dieser Menschen erklärt. Wir können ihr Schicksal nicht ändern, aber wir
können, ihnen diese Ehre antun.

Ich bitte Sie um Bestätigung, dass mein Schreiben bei Ihnen eingegangen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Mr. Grant Hayter-Menzies, Autor u. Historiker

Canada

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*Für den Text meines Artikels und die Quellen, die ich verwendet, finden Sie mehr hier
unter diesem Link:*

http://www.redroom.com/articlestory/boil-thou-first-charmed-pot-witch-mania-17th-century-hessen

Mir sind folgende Namen von Opfern der Busecker Hexenprozesse bekannt:
*Bingenheim: executed for witchcraft in 1652
*1. Hanß Rau from Berstadt
2. „The swineherd’s boy from Bisse, who was burned along with Johann Waasen’s wife, who was the ‚Head Witch‘ of the witches of Echzell [north of
Bingenheim]“
3. Johann Schultheiß’s wife, Gersten
4. Conrad Heusen’s daughter, „burnt“
5. „Matthäus Schütz’s wife from Geltenau was burnt alive, for having hexed her two husbands, her brother and her brother-in-law“
6. „The Jew, Löw, from Bisse, was burnt alive”

*Oppenrod: executed for witchcraft in 1655
* 1.      Eva Eisermann, burned in September 1655

*Reiskirchen and Grossen-Buseck: executed for witchcraft in 1655-1656
* 1.      Unnamed woman (who accused the women named below as well as Pfarrer Johann Steindecker, whom two of my ancestors, Nürnberger the
shepherd and Johannes Lenhardt, schoolmaster, also implicated)
2.      Dorothea Samm, burned
3.      Margaretha Fritz (my ancestor), burned
4.      The miller’s wife, burned

Another of my ancestors, Catharina Bauernfeind, wife of the Kastenmeister Bauernfeind, was accused by Dorothea Samm but was not prosecuted.

*Burkhardsfelden, witch trial 1672-1674 (not executed)
* 1.      Else Schmidt, aka die Schul-else.  She was acquitted by the law faculty from the University of Mainz, after enduring two years of torture.

*Beuern, 1660s:
* 1.      Matthäus Stein, Kirchensenior, was accused of being a Hexenmeister but not prosecuted.  His wife, Christina, was the natural daughter of
Imperial Lieutenant Helwig von Buseck, who died at Wittstock in 1636. (Matthäus and Christina Stein are my 8x great-grandparents.)


Buxtehude – NI

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Buxtehude

Buxtehude 2017 Ansprache/Predigt Superintendent Dr. Martin Krarup bei Mahnmal-Einweihung am Alten Rathaus

Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt hat am 22.11.2017 in der Stadt Buxtehude ein Mahnmal für die Opfer der Hexenprozesse eingeweiht. Es besteht aus drei Bronzegedenktafeln am historischen Rathaus.
Foto: Vasel/ Buxtehuder Tageblatt (mit freundlicher Genehmigung)

Der Rat der Stadt Buxtehude beschloss am 19. April 2016 die sozialethische Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse in Buxtehude.

Die Hansestadt Buxtehude plant ein Mahnmal für die Opfer der Hexenprozesse: Das hat der Fachgruppenleiter für Kultur, Tourismus und Marketing, Torsten Lange, am Donnerstagabend bei den Haushaltsberatungen im Kulturausschuss angekündigt.
nach: Buxtehude 17.10.2015 (Tageblatt): Mahnmal für Opfer der Hexenprozesse Buxtehude

Hexenprozesse Hexenverfolgung Buxtehude