M – Orte und Namen

Orte und Opfer – Erinnerung und Rehabilitierung – Buchstabe M


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Malmö (S)

Malmö Schweden Minnessten (Gedenkstein Hexenprozesse)

Malmö Schweden Minnessten (Gedenkstein Hexenprozesse)
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/20/Minnessten%2C_Garnisonsplanteringen%2C_Malm%C3%B6.jpg

Interessant ist die Notiz unter „Archiv“: (http://www.malmo.se/stadsarkivet)

I Malmö stadsarkiv har vi funnit en Räkenskapsbok. Gyde Spandemager, den första häxan som avrättades i Malmö, är nämnd där. I Stadsarkivet finns JN:s rättegångshandlingar och domen i Malmö Tingböcker 1577–83. Rättegångshandlingar kan man hitta på Landsarkivet i Lund eller i Stadsarkivet. En del av Skånes arkivmaterial före 1658 finns i Danmark, bland annat på Rigsarkivet i Köpenhamn. Då var ju Skåne danskt.

„Im Stadtarchiv von Malmö fanden wir ein Rechenschaftsbuch. Dort wird Gyde Spandemager genannt, die erste in Malmö hingerichtete Hexe.“ „Im Stadtarchiv finden sich der Prozessbericht und das Urteil gegen Johanne Nielsdatter [auf die sich der Gedenkstein bezieht] in den Malmöer Gerichtsbücher 1577-83. Prozessberichte finden sich im Landesarchiv in Lund oder im Stadtarchiv. Ein Teil des schonischen Archivmaterials vor 1658 liegt in Dänemark, u.a. im Reichsarchiv in Kopenhagen, weil Schonen damals dänisch war.“
Aus dem weiteren Text geht hervor, dass auch Johanne Nielsdatters Mutter als Hexe hingerichtet wurde und sie selbst ihre Schuld als Hexe eingestand, damit sie nicht wegen ihrer Lüge im ewigen Höllenfeuer leiden musste.


Mamonowo (RUS)

Heiligenbeil

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Mamonowo (Heiligenbeil), Russland


Manebach – TH

OT von Ilmenau

 

Von links:
Original_Akte_Titelseite_Hexenprozess_Caspar_Kuehns_Weib_1663_64

Hexenprozess_Abschrift_Caspar_Kuehns_Weib_1663_64

Gedenkstein – Einweihung des Gedenksteins für die Opfer der Hexenverfolgung am 30.10.2019
Verein für Heimatgeschichte und Touristik Manebach e. V.
www.vht-manebach.de
Schöffenhausstr. 13
98693 Ilmenau OT Manebach


Marburg – HE

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Marburg. PDF Datei, 68 KB

   

Marburg Bilder des neu eingeweihten Denkmals von Sabine Markwirth

 

 
Gottesdienst in der Lutherischen Pfarrkirche zum Abschluss des Themenjahres „Andersartig.Hexen.Glaube.Verfolgung“
Buß- und Bettag, 18.11.2020, 18.00 Uhr
Die 2. von links ist Pfarrerin Andrea Wöllenstein, die das Foto zur Verfügung stellte.

Gottesdienst in der Lutherischen Pfarrkirche zum Abschluss des Themenjahres „Andersartig.Hexen.Glaube.Verfolgung“
Buß- und Bettag, 18.11.2020, 18.00 Uhr


Marburg: Andersartig. Hexen. Glaube. Verfolgung. Programm zum Themenjahr Hexenprozesse 2020

Protocol of torture of Katharina Lips 1674

Stadt Marburg/ Lahn initiiert Kulturprojekt Themenjahr 2020: „Hexenglaube und -verfolgung“

https://www.marburg.de/portal/meldungen/themenjahr-2020-hexenglaube-und-verfolgung–900005440-23001.html?fbclid=IwAR012Zq8iRrRX_QdEBJRJov_pzNOiS_ipYTFY62uKktUQufYvfluIRm4at0

Die Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg hat am 23. März 2018 beschlossen, die Opfer der Hexenprozesse zu rehabilitieren.

Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg: Beschluss vom 23. März 2018, die Opfer der Hexenprozesse zu rehabilitieren (Protokollauszug).

Will meinen Frieden finden – eine Ausstellung zum Marburger Themenjahr 2020 „ANDERSARTIG- hexen. glaube. Verfolgung“

Die Ausstellung „will meinen Frieden finden“ wurde am Sonntag den 04.10.20 um 11 Uhr eröffnet. Sie ist Teil des vielfältigen Programms zum Themenschwerpunkt 2020 in der Universitätsstadt Marburg „Andersartig. Hexen.Glaube.Verfolgung“.

Zur Erinnerung an die Opfer der Hexenverfolgung in Marburg hat die Stadt ein Gedenksymbol aufgestellt.

Das Mahnmal wurde am Freitag auf dem Lutherischen Kirchhof eingeweiht. Es zeigt eine in Marmor eingefasst Glas- platte und trägt den Titel „Schuldig – Unschuldig“. Den von der Hexenverfolgung zwischen 1517 und 1712 betroffenen Opfern sei „systematisches Unrecht widerfahren“, sagte OB Spies (SPD).

Marburg Gedenksymbol für Opfer der Hexenprozesse 2021


Markelsheim – BW

OT von Bad Mergentheim

1628-1629 Hexenprozess. Bernhard Reichardt aus Markelsheim, ein deutschordischer Beamter, hatte seinen Sohn Johann Bernhard zur Fortbildung nach Würzburg gesandt, wo seit 1627 eine Hexenverfolgung wütete. Der neunjährige Junge geriet in Verdacht, wurde gefoltert und am 9. Mai 1628 hingerichtet.
Hexenkommissär Kostenrechnung eines Hexenjägers


Markgrafschaft Baden – BW

http://www.bad-bad.de/gesch/h_verfolgung.htm


Marl – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Marl


Marsberg – NRW

Namen von Opfern der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Marsberg

Namen von Opfern der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Marsberg-Canstein

Alexander Josef Freiherr von Elverfeldt: Vom schändlichen Laster der Zauberey. Hexenprozesse im Patrimonialgericht der Herrschaft Canstein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, Canstein 2006

Marsberg Museum Gedenkstätte für Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung (mit Hermann Runte, Vorstandsmitglied Förderverein) Fotos: Hartmut Hegeler

OT Canstein

Gerta die Boltin 1656 Hexenprozess

Anna Schulten 1658 Hexenprozess


Mayen – RP

Mayen/ RLP Gedenktafel für die Opfer der Hexenverfolgung und Namen der Opfer


Mecklenburg – MV

Gesamtregister Hexenprozesse

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Mecklenburg

Trina Schlorff Kirchgemeinde Hastorf bei Bad Doberan http://web.archive.org/web/20160430170636/http://www.ende-genealogy.de/hexeschlorff.htm
Anna Gribbenis Amt Doberan http://web.archive.org/web/20160305185307/http://ende-genealogy.de/hexegribbenis.htm
Steffen Janecke Amt Doberan http://web.archive.org/web/20160315113046/http://www.ende-genealogy.de/hexerjanecke.htm
Mecklenburg (Gesamtregister Hexenprozesse) http://web.archive.org/web/20070423210032/http://www.ende-genealogy.de/hexenprozesse.htm


Mehmels – TH

Namensliste Opfer Hexenprozesse Mehmels Thüringen

Schreiben an die Bürgermeisterin – 2012


Meiningen – TH

Namensliste Opfer Hexenprozesse Meiningen Thüringen

OT Dreißigacker

Namensliste Opfer Hexenprozesse Meiningen – Dreißigacker Thüringen

OT Herof

Namensliste Opfer Hexenprozesse Meiningen – Herpf Thüringen

OT Welkershausen

Namensliste Opfer Hexenprozesse Meiningen – Welkershausen Thüringen

Schreiben an den Bürgermeister – 2012


Mellenthin – MV

Mellenthin MV, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Menden – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Menden

1. Menden Poenigeturm, Teil der Stadtbefestigung, früher Gefängnis
2. „Hexenverfolgung“ auf dem Geschichtsbrunnen in Menden
3. Dorte Hilleke Bibliothek in Menden
4. Künstlerische Rezeption zum Andenken an die Hexenprozesse gegen Blesien Billi und Franz Hellmich von den Künstlerinnen Ulla Brockfeld und Dagmar Müller: Schreine aus Keramik und Goldschmiedekunst

Der Rat der Stadt Menden hat am 14.12.2011 beschlossen, die Opfer der Hexenprozesse zu rehabilitieren.
Quelle: Hartmut Hegeler, Hexendenkmäler in Westfalen, Unna, 2012, S. 70-77


Merseburg – ST

Namen der Opfer der Hexenprozesse/Hexenverfolgung Merseburg, Sachsen-Anhalt


Mespelbrunn – BY

Schloss Mespelbrunn, Foto Alfons Thau

Fotos Manfred Badum

Julius-Echter-Weg, Mespelbrunn: Elf Infotafeln und fünf Kunstwerke erzählen in Mespelbrunn von Leben und Wirken von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn.
Station 5: Hexenverfolgung
Mit Dank für Fotos und Text an Pfarrer Manfred Badum, Hauptstr. 44, 63875 Mespelbrunn

vgl. https://www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/art3986,4729222


Milomlyn (Liebemühl) (PL)

Milomlyn (Liebemühl) Polen Namen Opfer Hexenverfolgung


Miltenberg – BY

Opfer der Hexenprozesse/

Hexenverfolgung Miltenberg, Bürgstadt, Eichenbühl, Höhendörfer Berndiel, Heppdiel, Schippach, Monbrunn, Wenschdorf


Minden – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Minden

Bild von Karl-Peter Merz, Köln


Möckern – ST

Namen der Opfer der Hexenprozesse/Hexenverfolgung Möckern, Sachsen-Anhalt


Modlki (Modlken) (PL)

Modlki (Modlken) Polen Namen Opfer Hexenverfolgung


Mohelnice (CZ)

Mohelnice (Müglitz) – Gedenktafel für Dekan Kryštof Lautner
siehe unter: Velké Losiny (deutsch: Groß Ullersdorf, Nordmähren) in Tschechien


Möhringen – BW

OT von Stuttgart

Mehringen Vaihingen Hexenprozesse

Möhringer Hexenweg


Mollis (CH)

Kanton Glarus

Göldi, Anna, die „letzte Hexe Europas“, Glarus (Schweiz)

Museum Anna Goeldi

Anna Göldi wurde am 28. August 2008 rehabilitiert

„Erklärung der Anna-Göldi-Stiftung
Wir möchten dem Regierungsrat, den Landeskirchen und dem Landrat des Kantons Glarus für die gestern beschlossene Rehabilitierung von Anna Göldi danken. Es handelt sich um die erste Rehabilitierung einer sogenannten „Hexe“ durch ein Parlament.
Selbstverständlich wird Anna Göldi auf diese Weise nicht wieder lebendig. Aber sie erhält die Ehre zurück, die ihr 1782 durch ein krasses Fehlurteil entrissen wurde. Die Rehabilitierung hat mehr als symbolische Bedeutung, sondern ist ein klares Bekenntnis zu Menschenrecht und Menschenwürde auch in unserer Zeit. Dafür wird sich die Anna-Göldi-Stiftung auch in Zukunft einsetzen.
Die wichtigsten Stationen der Rehabilitierung
• Juni 2007: Der Näfelser Autor Walter Hauser erhebt in seinem Buch „Der Justizmord an Anna Göldi“ die Forderung nach der Rehabilitierung der „letzten Hexe“. Zuvor hatte die Regierung Hausers Rehabilitierungsbegehren schriftlich abgelehnt
• Sommer 2007: Mit Unterstützung der Anna Göldi-Stiftung reicht der damalige Ständerat Fritz Schiesser (FDP) eine Motion ein mit dem Ziel, Anna Göldi zu rehabilitieren. Die Glarner Regierung und die evangelische Landeskirche lehnen das Begehren erneut ab, obwohl auch sie von einem „Fehlurteil“ sprechen.
• November 2007: Der Landrat, das Glarner Kantonsparlament, erklärt die Motion gegen den Willen des Regierungsrates für erheblich und erteilt diesem den Auftrag, die Rehabilitierung von Anna Göldi vorzunehmen
• Juni 2008: Der Glarner Regierungsrat und die beiden Landeskirchen beantragen die Rehabilitierung von Anna Göldi. Erstmals wollen auch sie aus dem „offensichtlichen Fehlurteil“ die Konsequenz ziehen und die in Glarus hingerichtete Magd 226 Jahre nach ihrem Tod „begnadigen.“
• 27. August 2008: Der Landrat folgt dem Vorschlag der Regierung einstimmig und erklärt Anna Göldi als unschuldig. Sie ist damit vollkommen rehabilitiert.“

 


Mora (S)

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung in Mora, Schweden, in 1669
Names of the condemned of the witch trials in Mora, Sweden, in 1669

Mora witch trial (Wikipedia Artikel, abgerufen 13.2.2017)
https://en.wikipedia.org/wiki/Mora_witch_trial

Häxprocess i Mora 1670.
Hexenprozess in Mora 1670. Unknown contemporary artist.
The famous German illustration of the Mora witch trial, 1670. In the illustration, however, the condemned are executed by burning at the stake, which was a common execution method in witch trials in Germany, but did in fact not occur at the Mora witch trial.
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:H%C3%A4xprocess_Mora_1670.jpg

http://libris.kb.se/bib/10601931

Inschrift:
Abbildung deß abscheulichen Hexenwercks und unerhörten Teufflischen verführung im Königreich Schweden, fürnemlich aber bey den Einwohnern deß Dorffs Mohra vorgangen. Im Jahr 1670


Mosbach – BW

Gedenkstein am Hexenturm, 74821 Mosbach, Baden-Württemberg
Foto Steffen Epp, Mosbach

Inschrift des Steines:
Hier stand bis 1834 der Hexenturm, ein Turm der Stadtbefestigung. Hier erfuhren die Mosbacher Bürgerinnen Margaretha Halbgewachsen, Elisabetha Hermann, Otilia Ehret, unsagbares Leid, bevor sie am 5. Oktober 1629 als Hexen verurteilt, enthauptet und verbrannt wurden. Die Stadt Mosbach ehrt ihr Andenken an diesem Platz stellvertretend für alle Frauen, die in jener Zeit unschuldig gequält und getötet wurden, und mahnt die Lebenden zur Toleranz und Menschlichkeit.


Mragowo (Sensburg) (PL)

Mragowo (Sensburg) Polen Namen Opfer Hexenverfolgung


Müddersheim – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Müddersheim


Mühldorf am Inn – BY

Straßenbenennung in Mühldorf am Inn. Maria-Pauer-Weg (Fußweg, Am Stadtwall/ Bahnhoffußweg)

Maria Pauer, 1749/1750 Hexenverbrennung,

 


Mülverstedt – TH

Mülverstedt Thüringen. Der Hexenstein am Mülverstedter Anger im Pavillion auf der Bühne wurde nach 1945 im Keller des ehemaligen Gutes der Herren von Hopffgarten gefunden.

http://www.muelverstedt.net/texte/seite.php?id=20150


Münster – NRW

Münster/ Westfalen Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung – Gedenken an Anna zur Steinhorst am 2. März 2019
Vor 400 Jahren – am 2. März 1619 – wurde Anna zur Steinhorst zum Tode verurteilt, hingerichtet und verbrannt.

Greta-Bünichmann-Straße in Münster (Foto von Roswitha Link)
Quelle: Hartmut Hegeler, Hexendenkmäler in Westfalen und Lippe, Unna, 2014, S. 78 ff

Zwischen 1552 und 1646 fanden in der Bischofsstadt 29 Verfahren statt, die in Münster vom Rat durchgeführt wurden. 41 Menschen wurden angeklagt. Hingerichtet wurden ausschließlich Frauen: fünf „geständige Hexen“ und eine weitere. Drei starben unter der Folter. Die Prozesse häuften sich in den Jahren 1627-1635. Alle hier wegen Hexerei Besagten gehörten den unteren Volksschichten an und waren Zugewanderte, denen das familiäre Schutzverhältnis fehlte.
Greta Bünichmann wurde am 23. Juni 1635 hingerichtet.
Wikipediaartikel Greta Bünichmann

Münsterwiki Elsa Buddenboems


Müssentin – MV

Müssentin, MV, Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung