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	<title>Hexenjäger,Richter,Hexenprediger Archive - Anton Praetorius</title>
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	<description>Ein Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter - Erinnern statt Vergessen</description>
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		<title>Heinrich von Schultheiß</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/heinrich-von-schultheiss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 17:34:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heinrich von Schultheiß Heinrich von Schultheiß (* 1580 in Scharmede bei Salzkotten; † 1646 vermutlich in Arnsberg) war ein berüchtigter Hexenrichter in Westfalen. Bekannt wurde er aber als Hexentheoretiker vor allem durch Streitschriften zur&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Heinrich von Schultheiß </strong></h2>
<p>Heinrich von Schultheiß (* 1580 in Scharmede bei Salzkotten; † 1646 vermutlich in Arnsberg) war ein berüchtigter Hexenrichter in Westfalen. Bekannt wurde er aber als Hexentheoretiker vor allem durch Streitschriften zur Verteidigung der Hexenprozesse.</p>
<p><em><strong>Familiäre Herkunft und Ausbildung</strong> </em></p>
<p>Wenn es richtig ist, dass Schultheiß Sohn eines Heinrich Schulte aus Scharmede im damaligen Hochstift Paderborn war, stammte er aus einer begüterten großbäuerlichen Familie. Vater Heinrich war zudem als Amtmann Vertreter der Obrigkeit und stand in Beziehung zum geistlichen und weltlichen Adel des Territoriums. Der junge Heinrich wuchs in einer Zeit auf, als die Gegenreformation unter Bischof Dietrich von Fürstenberg (1585-1618) im Hochstift ihren Höhepunkt erreichte. Unter ihm übernahmen die Jesuiten die Domschule, die auch Heinrich besuchte. Inwieweit diese für seine Haltung in der Hexenfrage prägend waren, muss unklar bleiben. Für seine spätere Entwicklung bemerkenswert ist allerdings, dass bereits sein Vater 1597 an einem Hexenprozess als Schöffe beteiligt war, bei dem zwölf Frauen verurteilt und hingerichtet wurden. Wenn auch vergeblich, wurde der Vater von einem Sohn einer Verurteilten wegen Rechtsbeugung vor dem Reichskammergericht verklagt. Prägend dürfte auch der Verfolgungseifer von Bischof Dietrich im Paderborner Land und dessen Bruder Kaspar von Fürstenberg als Landdrost im Herzogtum Westfalen gewesen sein.</p>
<p>Neben der väterlichen Unterstützung erlaubte ihm eine kleine geistliche Pfründe ein Studium der Jurispudenz in Köln und Würzburg. Seine juristischen Lehrer ließen keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Hexenverfolgung, plädierten dabei aber für die Zuständigkeit weltlicher Gerichte. Schultheiß schloss sein Studium mit dem Titel eines Doktors ab. Er verließ den Klerikerstand und trat als bürgerlicher Fachmann für das römische Recht in die Dienste des Mainzer Erzbischofs Johann Schweikhard von Kronberg. Er heiratete mit Adelheid Kemp eine Verwandte des kurkölnischen Kanzlers Dr. Johann Kemp. Wohl nicht zuletzt diese Verwandtschaft trug zum Wechsel in die Dienste der Kölner Kurfürsten bei.</p>
<p><strong><em>Wirken als Hexenrichter</em></strong></p>
<p>Wohnhaus des Hexenrichters Schultheiß in ArnsbergUm 1610 wurde Schultheiß zunächst Kommissar am Hofgericht in Köln und kam um 1614 nach Arnsberg in das Herzogtum Westfalen. Dort war er zunächst kurfürstlicher Rat und &#8222;advocatus fisci&#8220; (d.h. Vertreter des Fiskus in Prozessen mit den Untertanen). Damit war er ein Mitglied der kurfürstlichen Zentralverwaltung und hatte gute Beziehungen sowohl zu seinen Vorgesetzten den Landrosten Kaspar und Friedrich von Fürstenberg. Auch sein Verhältnis gegenüber Ferdinand Erzbischof von Köln war vertrauensvoll.</p>
<p>Der Bonner Hof und die kurfürstlichen Beamten im Herzogtum waren im Zuge der Staatsbildung der frühen Neuzeit bestrebt, die Rechte des (fernen) Kurfürsten gegen die Landstände durchzusetzen. Wenngleich diese Bemühungen im Wesentlichen nur begrenzten Erfolg hatten, ist dieser berufliche Hintergrund doch bezeichnend. Das Phänomen der Hexenprozesse im 17. Jahrhundert war eben kein Relikt des Mittelalters, sondern vielmehr in gewissen Sinn Teil des frühneuzeitlichen Modernisierungsprozesses und des konfessionellen Zeitalters. Gerade auch bei Schultheiß sind Bekämpfung des &#8222;Hexenunwesen&#8220; und Kampf gegen den Protestantismus nur schwerlich zu trennen.</p>
<p>Als Hexenprozesskommissar leitete Schultheiß 1616 die Hexenprozesse in Hirschberg und 1621 in Arnsberg. Daneben war er 1623 an Verfahren gegen Hochverrat im Bistum Paderborn beteiligt und war auch in diesem Zusammenhang für verschiedene Todesurteile und die Hinrichtung von Unterstützern des evangelischen Heerführers Christian von Braunschweig verantwortlich. Abgesehen davon, dass es sich hierbei um einen gänzlich anders gelagerten Fall handelt, muss betont werden, dass die Hexenverfolgung kein katholisches Phänomen war, sondern gleichermaßen in protestantischen Territorien stattgefunden hatte. Es handelte sich im Kern vielmehr um ein Phänomen einer tief verunsicherten Gesellschaft. Dafür spricht auch, dass sich evangelische Befürworter von Hexenprozessen ausdrücklich auf eine Schrift von Schultheiß (dazu s.u.) beriefen.</p>
<p>Die Tätigkeit von Schultheiß als Hexenjäger fiel in den 1630er Jahren mit dem Höhepunkt der Hexenverfolgungen überhaupt zusammen. Nach Angaben von Decker fallen allein in die Jahre 1628 bis 1631 im Herzogtum Westfalen über 600 Hinrichtungen. Nachweislich war Schultheiß dabei an Prozessen in Anröchte, Ostereiden, Erwitte und in Arnsberg beteiligt.</p>
<p>Neben den zahlreichen weitgehend unbekannten Verurteilten fiel dem Hexenrichter mit Henneke von Essen auch ein Kollege in den Diensten des Kurstaates und mehrfacher Bürgermeister der Residenzstadt Arnsberg zum Opfer. Inwieweit dabei etwa Konflikte zwischen der einheimischen, ständisch orientierten Funktionselite und den zentralstaatlich orientierten Abgesandten des Kurfürsten eine Rolle spielten, muss vorerst unklar bleiben.</p>
<p>Zum Dank für seine geleisteten Dienste erhob der Kurfürst Schultheiß in den frühen 1630er Jahren in den Adelsstand. Damit hatte er eine bemerkenswert moderne Karriere hinter sich. Obwohl sein Vater wirtschaftlich Großgrundbesitzer war, blieb dieser rechtlich doch Eigenhöriger. Sein Sohn schaffte durch Bildung und Protektion dagegen den Aufstieg nicht nur ins Bildungsbürgertum sondern sogar in den Adel. Auch sein Lebensstil bewegte sich wenig eindeutig zwischen den Ständen. Einerseits spricht der systematische Erwerb von Landbesitz und der Bau eines &#8222;Lusthauses&#8220; im Dickenbruch bei Arnsberg für den Versuch, einen adeligen Lebenstil zu kopieren. Auf der anderen Seite ist der Kauf eines Sägewerks Beleg für einen ausgeprägten bürgerlichen Erwerbstrieb. In der Stadt Arnsberg bewohnte Schultheiß ein Haus direkt am Marktplatz und unmittelbar in der Nähe des Rathauses. Ob der volkstümliche Name &#8222;Himmelspförtner Haus&#8220; sich auf die Tätigkeit von Schultheiß als Richter in Hexenprozessen bezieht, ist freilich umstritten. Das &#8222;Himmelspförtner Haus&#8220; ist ein Haus auf dem Grundstück der späteren Gastwirtschaft &#8222;Zur Krim&#8220;. Dass heute im Gebäude eine Rechtsanwaltspraxis residiert, ist jedoch ein historischer Zufall.</p>
<p>Den weiteren Aufstieg verhinderte der Vormarsch protestantischer Truppen im Verlauf des dreißigjährigen Krieges. Bereits 1633 musste Schultheiß nach Köln fliehen, wo er auch seine Schrift über Hexenprozesse (s.u.) drucken ließ. Nach seiner Rückkehr ins Herzogtum Westfalen war er im Jahr 1643 an den &#8222;Zaubereiprozessen&#8220; in Werl beteiligt.</p>
<p>In den Hexenverfahren spielte er eine verhängnisvolle Rolle, weil er kein Erbarmen mit den Opfern zeigte. Das Verfahren von Schultheiß entsprach dabei dem damals üblichen Vorgehen. Aufgrund von Denunziationen erfolgten Verhaftung, Folter, Geständnis und Urteil.</p>
<p>Gestorben ist er wohl im Jahr 1646 in Arnsberg.</p>
<p><strong><em>Autor und Theoretiker der Hexenprozesse</em></strong></p>
<p>Schultheiß ist heute vor allem berüchtigt durch sein Buch &#8222;Außführliche Instruction Wie in Inquisition Sachen des grewlichen Lasters der Zauberey&#8230;zu procediren&#8220; von 1634. Dieses Buch hatte mit etwa 500 Seiten einen durchaus beachtlichen Umfang. Allerdings handelte es sich weniger um ein wissenschaftlich-juristisches Werk im engeren Sinne, sondern um eine Schrift die sich vornehmlich an den Adel in seiner Eigenschaft als Inhaber der Patrimonialgerichtsbarkeit richtete. Dafür sprechen sowohl die deutsche Sprache wie auch die Dialogform der Schrift. Auch inhaltlich war es nur teilweise eine Anleitung wie ein Hexenprozess zu führen sei. Daneben spielte auch die Rechtfertigung des eigenen Vorgehens, etwa im Fall des Bürgermeisters vom Essen, im Herzogtum Westfalen und dem Hochstift Paderborn eine wichtige Rolle.</p>
<p>Bemerkenswerterweise ging Schultheiß nur indirekt auf den ebenfalls eng mit Paderborn verbundenen Zeitgenossen Friedrich Spee von Langenfeld und seine gegen die Hexenprozesse gerichtete Streitschrift &#8222;Cautio criminalis, seu de processibus contra Sagas Liber&#8220; ein.</p>
<p>Inwieweit die Schrift von Schultheiß tatsächlich Einfluss hatte, ist unbekannt, da nicht klar ist, in welcher Auflage sie erschienen war. Heute existieren noch fünf Exemplare. Auch war sein Buch bei den Zeitgenossen nicht unumstritten. Vielmehr haben sie, soweit man sehen kann, das Werk negativ beurteilt.</p>
<p>Das Buch Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage Der Frommen Unschültigen des Amsterdamer Kaufmanns Hermann Löher von 1676 gibt z.B. auf S. 246 ein Verhör des damaligen Hirschberger Richters Heinrich von Schultheiss von 1616 wieder, der eine Angeklagte, die Wintersche, verhört und dabei Antworten suggeriert. Mit dieser Angeklagten hat sich der Hirschberger Pfarrer Michael Stappert unterhalten und diese Aufzeichnungen gemacht.</p>
<p>Wie anachronistisch das Buch von Schultheiß offenbar war, zeigt die Distanzierung von Kurfürst Ferdinand von Köln, der selbst einer der Verantwortlichen für zahlreiche Hexenprozesse war. Geradezu katastrophal für den Autor fiel ein Gutachten seiner eigenen &#8222;Alma mater&#8220; der Universität Köln aus. Darin hieß es unter anderem: Die Schrift von Schultheiß &#8222;fuße auf ungewissen Grundfesten, nämlich auf menschlichen Mutmaßungen, auf liederlichen, frevlerischen Nachdenken&#8230;&#8220;</p>
<p><em><strong>Literatur</strong> </em></p>
<p>Rainer Decker: Der Arnsberger Hexen-Richter Dr. Heinrich von Schultheiß (ca.1580-1646). In: Arnsberger Heimatblätter Jg.16/1995. S.22-35.</p>
<p><em><strong>Weblinks</strong> </em></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Schulthei%C3%9F">https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Schulthei%C3%9F</a></p>
<p><a href="https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN505628600">http://dz-srv1.sub.uni-goettingen.de/cache/toc/D289241.html</a>    (Eine Außführliche Instruction Wie in Inquisition Sachen des grewlichen Lasters der Zauberey gegen Die Zaubere der Göttlichen Majestät und der Christenheit Feinde ohn gefahr der Unschuldigen zu procediren &#8230;)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Georg Scherer</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/georg-scherer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 17:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Georg Scherer Georg Scherer (* 1540 in Schwaz (Tirol), † 1605 in Linz) war Jesuit und flammender Prediger gegen die Reformation. 1559 trat Scherer den Jesuiten bei. Die Familie war arm und sein Studium&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Georg Scherer </strong></h2>
<p>Georg Scherer (* 1540 in Schwaz (Tirol), † 1605 in Linz) war Jesuit und flammender Prediger gegen die Reformation.</p>
<p>1559 trat Scherer den Jesuiten bei. Die Familie war arm und sein Studium in Wien konnte er sich nur durch öffentliche Unterstützung leisten. 1564 promovierte er zum Magister der Philosophie, und ein Jahr später wurde er zum Priester geweiht.</p>
<p>Frühzeitig war Scherer Hofprediger in Wien und Graz. In dieser Position versuchte er, seine Habsburger Herrschaft für eine Politik im Sinne der Gegenreformation zu beeinflussen. 1590 wurde Scherer zum Rektor des Wiener Hauses bestellt aber schon 1594 wieder entfernt, da er zu streng gewesen sei. 1600 ging Scherer nach Linz.</p>
<p>Georg Scherer starb 1605, als ihn bei einer Hetzpredigt gegen Hexen in Linz in der Kirche auf der Kanzel der Schlag, traf.</p>
<p>Tomek bezeichnet ihn in seiner Kirchengeschichte als &#8222;tüchtigsten unter den Jesuiten Österreichs&#8220;. Eder sieht Scherer als einen der gewandtesten Polemiker und Seelsorger seiner Zeit, spricht aber auch von seiner von Natur aus harten Art. Drobesch beurteilt Scherer kritischer, bezeichnet ihn als &#8222;jesuitischen Fundamentalisten&#8220;.</p>
<p><em>Predigt gegen die Reformation </em></p>
<p>Gerade am Ende des 16 Jahrhunderts beginnt die Predigt ein Massenmedium zu werden und, durch die Erfindung des Buchdrucks, auf die öffentliche Meinung einzuwirken. Dadurch änderten sich auch Intention und Ziel der Predigt: zur theologischen Aufgabe gesellte sich eine politische hinzu. In seinen Predigten und Schriften bekämpft Scherer die Reformation äußerst hart. In verschiedenen Werken liefert er folgende Argumente für die katholische Kirche und gegen die Protestanten:</p>
<p>* In Ein christliches Gespräch von den Tauffceremonien erwähnt er die lange Tradition der Kirche, die &#8222;über die fünffzehenhundert Jahre von keinem Rechtsglaubigen jemals angefochten [ worden sei] &#8220; .</p>
<p>* In Eigentliche Abcontrafeyung einer neuen unerhörten Monstranzen macht Scherer die Protestanten lächerlich und erzählt dazu die Geschichte eines protestantischen Predicanten, der mit sich eine Puppe gehabt hätte, aus der er die Kommunion erteilt hätte. Geschickt verwendet er das Aussehen des Männchens, um die &#8222;Fehler&#8220; und &#8222;Laster&#8220; der Protestanten darzustellen.</p>
<p>* In der lutherische Bettlermantel vergleicht Scherer (wie der Name schon sagt) die Lehrer der Protestanten mit einem Mantel eines Bettlers, welcher aus vielen Kleidungsfetzen zusammengeflickt sei. Genauso hätten die Anhänger Luthers &#8222;allerley Ketzereien [von] vor vil hunderte Jaren&#8220; an den Tag gebracht und dadurch &#8222;einen elenden stücklichten zerlumpten und zerflickten Glauben&#8220; geschaffen haben.</p>
<p>Spätere Kommentatoren von Scherers Predigttätigkeit fanden seine Einstellung allzu sehr von Hass auf die Protestanten geprägt. Anderes als sein Kollege, Abraham a Sancta Clara, geriet Scherer bei der Nachwelt schnell in Vergessenheit.</p>
<p><em>Hexen &#8211; Prediger </em></p>
<p>* In einer Predigt über die Befreiung einer Frau von 12.652 Teufeln behauptet Scherer nur die Rituale der katholische Kirche würden wirksam vor dem Satan schützen.</p>
<p>* 1583 hielt Scherer vor dem Wiener Stephansdom in der Zeit der Hexenverfolgungen eine Hetzpredigt gegen die Hexen im Allgemeinen, und gegen Elisabeth Plainacher im Besonderen. Das erregte Volk fordert nun, daß man sie foltern soll, um ein Geständnis zu erzwingen. So führte seine Predigttätigkeit zum Tod von Elsa Plainacher.</p>
<p><em>Primärliteratur </em></p>
<p>* Georg Scherer, Christliche Erinnerung bey der Historien von jüngst geschehener Erledigung einer Jungfrauen die mit zwölftausendt sechshundert zwey und fünfzig Teufeln besessen gewesen.</p>
<p>In: Georg Scherers von Schwatz der Societet IESV Theologi anderer Theil (Kloster Bruck, 1600) 189 &#8211; 206.</p>
<p>* Georg Scherer, Der lutherische Bettlermantel</p>
<p>In: Erster Theil aller Schriften, Bücher und Tractätlein welche Georg Scherer Societas IESV Theologus bishero zu unterschiedlichen Zeiten durch den Truck ausgeben lassen (Kloster Bruck, 1599) 455 &#8211; 460.</p>
<p>* Georg Scherer, Eigentliche Abcontrafreyung einer neuen unerhörten Monstranzen.</p>
<p>In: Erster Theil aller Schriften, Bücher und Tractätlein welche Georg Scherer Societas IESV Theologus bishero zu unterschiedlichen Zeiten durch den Truck ausgeben lassen (Kloster Bruck, 1599) 117 &#8211; 148.</p>
<p>* Georg Scherer, Ein christliches Gesprech von den Tauffceremonien zwischen einem catholischen Pfarhern und [einer] lutherischen Hebamme.</p>
<p>In: Erster Theil aller Schriften, Bücher und Tractätlein welche Georg Scherer Societas IESV Theologus bishero zu unterschiedlichen Zeiten durch den Truck ausgeben lassen (Kloster Bruck, 1599) 1 &#8211; 43.</p>
<p><em>Sekundärliteratur </em></p>
<p>* Werner Drobesch, Sozialpolitische Aussagen in den Predigtsammlungen der Gegenreformation.</p>
<p>In: Katholische Reform und Gegenreformation in Innerösterreich 1564-1628, ed. France M. Dolinar (Klagenfurt, 1994) 491 &#8211; 507.</p>
<p>* Karl Eder, Glaubensspaltung und Landstände in Österreich 0b der Enns 1525-1602 (Linz, 1936).</p>
<p>In: Reformation und Literatur, ed. Jean Marie Valentin (Amsterdam, 1979) 299 &#8211; 346.</p>
<p>* Gernot Heiß, Konfessionelle Propaganda und kirchliche Magie.</p>
<p>In: Römische Historische Mitteilungen (Wien, 1990/91) 51 &#8211; 103.</p>
<p>* Gottfried Miereau, Das publizistische Werk von Georg Scherer S.J. (phil. Diss. Wien 1968).</p>
<p>* Paul Müller, Ein Prediger wider die Zeit. Georg Scherer (Wien/Leipzig 1933).</p>
<p><em>Weblinks</em></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Scherer_(Jesuit)">https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Scherer_(Jesuit)</a></p>
<p><a href="http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/scherer_g.shtml">http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/scherer_g.shtml </a></p>
<p><a href="https://web.archive.org/web/20070128160942/http://steinbeisser.de/ebaybilder/html/24871A.html">https://web.archive.org/web/20070128160942/http://steinbeisser.de/ebaybilder/html/24871A.html</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sebastian Röttinger</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/sebastian-roettinger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 17:28:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sebastian Röttinger Sebastian Röttinger (* 1537; † 1608) war Doktor beider Rechte, Ratsadvokat und Bürgermeister der Reichstadt Nördlingen sowie Consulent der Fränkischen und Schwäbischen Reichsritterschaft. Er gilt als einer der grausamsten deutschen Hexenjäger. Von&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Sebastian Röttinger </strong></h2>
<p>Sebastian Röttinger (* 1537; † 1608) war Doktor beider Rechte, Ratsadvokat und Bürgermeister der Reichstadt Nördlingen sowie Consulent der Fränkischen und Schwäbischen Reichsritterschaft.</p>
<p>Er gilt als einer der grausamsten deutschen Hexenjäger. Von 1589 bis 1598 starben 34 Frauen und ein Mann in Nördlingen auf dem Scheiterhaufen.</p>
<p><em>Weblinks</em></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_R%C3%B6ttinger#Hexenprozesse">https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_R%C3%B6ttinger#Hexenprozesse</a></p>
<p><a href="http://www.rettinger.tv/4851/50623.html">http://www.rettinger.tv/4851/50623.html</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://antonpraetorius.de/sebastian-roettinger/">Sebastian Röttinger</a> erschien zuerst auf <a href="https://antonpraetorius.de">Anton Praetorius</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Balthasar Nuss</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/balthasar-nuss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 17:27:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Balthasar Nuss Balthasar Nuss (* um 1545; † 1618 in Bad Brückenau), Zentgraf in Hofbieber und Fulda; Verantwortlicher für die Hexenverfolgung im Hochstift Fulda in der Zeit von 1603 &#8211; 1606. Ein Schwerpunkt während&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Balthasar Nuss </strong></h2>
<p>Balthasar Nuss (* um 1545; † 1618 in Bad Brückenau), Zentgraf in Hofbieber und Fulda; Verantwortlicher für die Hexenverfolgung im Hochstift Fulda in der Zeit von 1603 &#8211; 1606.</p>
<p>Ein Schwerpunkt während der Hexenverfolgung im katholischen Deutschland in den Jahren nach 1600 war das Hochstift Fulda in der zweiten Amtszeit des Fürstpropstes Balthasar von Dernbach (1602-1606).</p>
<p>Einen schaurigen Bekanntheitsgrad in diesem Zusammenhang erlangte Balthasar Nuss (fälschlich häufig auch: Ross), der ab 1592 Zentgraf von Hofbieber bei Fulda war. Zuvor hatte er die Stelle des Oberförsters und Stallmeisters auf Schloss Bieberstein inne. Als gleichsam rechte Hand des Fuldaer Abtes Balthasar von Dernbach folgte er jenem 1603 nach, um hier die Stelle des Zentgrafen einzunehmen. Balthasar von Dernbach übertrug ihm darüber hinaus die Durchführung der Hexenprozesse im gesamten Hochstift. In drei Jahren ließ er etwa 300 angebliche Hexen und Hexenmeister foltern und anschließend hinrichten. Das Vermögen der Opfer zog er für sich ein. Nach dem Tod des Fürstprobstes wurde er verhaftet und 13 Jahre in Haft gehalten. Schließlich wurde auch ihm der Prozess wegen Bereicherung im Zusammenhang mit den Hexenprozessen gemacht. Er wurde 1618 aufgrund eines Gutachtens der Ingolstädter Juristenfakultät enthauptet.</p>
<p><em>Literatur </em></p>
<p>Berthold Jäger , Zur Geschichte der Hexenprozesse im Stift Fulda. Forschungsstand &#8211; Kritik &#8211; Perspektiven, in: Fuldaer Geschichtsblätter 73 (1997), S. 7-64</p>
<p><em>Weblinks </em></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balthasar_Nuss">https://de.wikipedia.org/wiki/Balthasar_Nuss</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Johann Schweikhard von Kronberg</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/johann-schweikhard-von-kronberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 13:49:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Johann Schweikhard von Kronberg Johann Schweikhard von Kronberg (* 15. Juli 1553; † 17. September 1626) war von 1604 bis 1626 Erzbischof und Kurfürst von Mainz und damit Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches. Sein&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Johann Schweikhard von Kronberg</strong></h1>
<p>Johann Schweikhard von Kronberg (* 15. Juli 1553; † 17. September 1626) war von 1604 bis 1626 Erzbischof und Kurfürst von Mainz und damit Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches. Sein Name wird manchmal auch Schweikard geschrieben.</p>
<p><strong><em>Leben </em></strong></p>
<p><strong><em>Jugend </em></strong></p>
<p>Die Familie des Kurfürsten war eine alteingessene Adelsfamilie des Erzstiftes Mainz. Johann Schweikhard war der dritte Sohn des Kurmainzer Marschalls, Großhofmeisters und Oberamtmann zu Höchst und Hofheim Hartmut XI.</p>
<p>Schon seit frühester Jugend für den geistlichen Stand bestimmt, seine älteren Brüder übernahmen weltliche Posten im Erzstift, wurde er durch den Einfluß seines Vaters in das Domkapitel aufgenommen und wurde 1564 Domvikar und 1566 Stiftsherr von St. Alban in Mainz. Anschließend wurde er zur Ausbildung in das Collegium Germanicum nach Rom geschickt, wo er sich mit dem später an der Universität Mainz als Theologen lehrenden Jesuiten Johann Busaeus anfreundete.</p>
<p>Nach seiner Rückkehr nach Mainz wurde er im Jahre 1576 durch den päpstlichen Legaten Kardinal Morone zum Probst des Stiftes St. Peter vor Mainz ernannt. 1582 wurde er zum Domkapitular und am 3. März des gleichen Jahres wählte man ihn zum Scholaster und wurde kurz darauf Dechant. Den Posten des Probstes von St. Peter legte er 1589 wieder nieder. Bereits 1588 war er Probst von St. Alban geworden und 1599 Probst des Marienstiftes. Ebenfalls 1599 wurde er Kämmerer des weltlichen Gerichtes des Erzstiftes.</p>
<p><strong><em>Kurfürst </em></strong></p>
<p>Wappenmauer mit Kronbergs Wappen am Schloss Johannisburg in AschaffenburgNach dem Tod seines Vorgängers Johann Adam von Bicken wurde er mit nur wenigen Gegenstimmen am 17. Februar 1604 zum neuen Erzbischof von Mainz gewählt. Für seine Wahl sprach einerseits, dass sich Kaiser Rudolf II. für ihn einsetzte, sein hohes Ansehen, dass er sich erworben hatte und dass er der gemäßigten katholischen Richtung bezüglich der Reformation angehörte. Andererseit fürchtete man beim Gegenkandidaten, dem Würzbürger Bischof Julius Echter von Mespelbrunn dessen Restaurationseifer, der diesen bei den Protestanten verhaßt machte. Außerdem erschien die Zusammenführung zweier Bistümer in der Hand des Mainzer Kurfürsten unzuträglich erschien. Nach der päpstlichen Bestätigung seiner Wahl erhielt er im November 1604 die Bischofsweihe und am 19. Juli 1605 belehnte ihn Rudolf der II. mit dem Erzstift.</p>
<p>Sein Amtsantritt wurde von vielen katholischen Reichsständen mit Mißtrauen begegnet, wohingegen die protestantischen Reichsstände die Wahl eines als friedfertig und versöhnlich bekannten Menschen begrüßten. Die Haltung Johann Schweikhards ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet dass sein Großvater Hartmut X. ein eifriger Anhänger der Lehre Martin Luthers war, was ihm den Vorwurf einbrachte er stünde unter dem Einfluß seiner protestantischen Verwandten.</p>
<p>Auch wenn er nicht den Wünschen der eifrigsten Verfechter der wahren Lehre entsprach, so führte er dennoch einer Rekatholisierung die unter seinen Vorgängern begonnene Gegenreformation weiter und beendete sie auch im Erzstift. So förderte er massiv die beiden geistlichen Orden der Kapuziner und die Jesuiten, die die Restauration vorantrieben und gewährte ihnen mehrfach das Recht Klöster und Kollege zu errichten, so 1612 in Augsburg und 1620 in Aschaffenburg, wo noch heute das Kronberg-Gymnasium besteht. Schroffe Maßregelungen der Protestanten vermied er jedoch, so gewährte er beispielsweise der Stadt Erfurt 1618 die freie Glaubensausübung.</p>
<p>Reichspolitisch wollte er den Status der katholischen Kirche voll gewahrt sehen. Andererseits hoffte Johann Schweikhard aber durch persönlichen Verkehr, Vermeidung von die Protestanten provozierende Schritte und diplomatisches Geschick den Zwiespalt der beiden Konfessionen zu überbrücken.</p>
<p>Trotz seiner Enttäuschung durch Annahme der böhmischen Krone durch den pfälzischen Kurfürsten Friedrich V., was von der katholischen Seite als Rechtsbruch der Reichsverfassung angesehen wurde, und des beginnenden Dreißigjährigen Krieges versuchte er weiterhin ein gutes Verhältnis zu den protestantischen Reichsständen zu unterhalten und Maßnahmen die eine Wiedererlangung des Friedens erschweren könnten zu vermeiden.</p>
<p>Dementsprechend wandte er sich gegen die Einmischung des französischen Königs Heinrich IV. in den Erbstreit um die Grafschaft Jülich-Kleve und gegen den Einmarsch der Spanier in die Pfalz nach der Niederlage Friedrichs V. in der Schlacht am Weißen Berg. Auch war er mit der Wahl Matthias&#8216;, der seinen Bruder Rudolf II. vom Thron verdrängt hatte, erst nach langem Widerstreben bereit und war auch dessen gesamte Regierunszeit reserviert diesem gegenüber.</p>
<p>Die Wahl und die Herrschaft Ferdinand II. erachtete er als höchstwichtig für den Fortbestand des Reiches und unterstützt diesen nach Kräften.</p>
<p>Die Stadt Mainz ließ er durch eine Schanze befestigen, die lange Zeit seinen Namen trug und brachte 1623 die Bergstraße zurück in das Erzstift, nachdem diese von seinem Vorgänger an den Kürfürsten der Pfalz verpfändet worden war. Außerdem ließ er in Aschaffenburg ein prächtiges Schloss errichten.</p>
<p><strong><em>Hexenprozesse </em></strong></p>
<p>Unter Johann Adam von Bicken und Johann Schweikhard von Kronberg gab es eine hysterische Steigerung der Hexenangst. In seinen Diensten war zeitweise Heinrich Schultheiss, später berüchtigter Hexenrichter in Westfalen.</p>
<p>Johann Schweikhard von Kronberg brachte System in die Hexenprozesse. Er befahl eine Untersuchungsordnung mit 18 General- und 98 Spezialfragen allen Gerichten zuzustellen.</p>
<p>Von 1600 bis 1630 sind für das Erzstift Mainz Dokumente zum Tod von 1879 Menschen als Opfer der Hexenverfolgungen erhalten geblieben. Die Hexenprozesse im Erzstift erreichten eine Sozialdisziplinierung größeren Stils, die mit anderen Mitteln in diesem Umfang und in dieser kurzen Zeit nicht durchführbar gewesen wäre. Hexenprozese wurden auch als Mittel der Gegenreformation eingesetzt.</p>
<p>Ähnliche massive Verfolgungen lassen sich in Süddeutschland nur in den Hexenprozessserien der Hochstifte Bamberg und Eichstätt sowie in Würzburg und Ellwangen nachweisen.</p>
<p>1611 wurden in Kleinwallstadt 84 Hexen hingerichtet. Auch im kurmainzischen Lohr begannen Hexenverfolgungen, denen über 170 Menschen zum Opfer fielen.</p>
<p><strong><em>Literatur </em></strong></p>
<p>Horst Heinrich Gebhard: Hexenprozesse im Kurfürstentum Mainz des 17. Jahrhunderts. Aschaffenburg, 1989</p>
<p>Soldan-Heppe, Geschichte der Hexenprozesse, Reprint München, 1911, Bd. II, S. 45 ff</p>
<p>Weblinks</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Schweikhard_von_Kronberg">https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Schweikhard_von_Kronberg</a></p>
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		<title>Heinrich Kramer</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/heinrich-kramer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 13:36:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heinrich Kramer (Heinrich Institor/ Heinrich Institoris) Dr. theol. Mag. Heinrich Institor OP, eigentlich Heinrich Kramer oder Krämer bzw. Henryk Instytor, lat. (frater) Henricus Institor (* um 1430 in Schlettstadt, Elsass; † um 1505 in&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heinrich Kramer </strong> (Heinrich Institor/ Heinrich Institoris)</p>
<p>Dr. theol. Mag. Heinrich Institor OP, eigentlich Heinrich Kramer oder Krämer bzw. Henryk Instytor, lat. (frater) Henricus Institor (* um 1430 in Schlettstadt, Elsass; † um 1505 in Brünn oder Olmütz) war der Autor des Hexenhammer und als Inquisitor einer der Wegbereiter der Hexenverfolgung der frühen Neuzeit. Er wurde bekannt als Hexentheoretiker.</p>
<p>Häufig ist von &#8222;Institoris&#8220; die Rede, was ein Missverständnis des lateinischen Genitivs von Institor (&#8222;Institoris&#8220;) durch die lateinisch übliche Angabe des Autors im Genitiv sein dürfte: &#8222;Heinrich Kramers Hexenhammer&#8220; lautet so &#8222;Heinrich Institoris Malleus Malificarum&#8220;.</p>
<p><em><strong>Leben</strong> </em></p>
<p>Heinrich Kramer, der später seinen Namen latinisierte, stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Er trat in seinem Geburtsort in den Orden der Dominikaner ein. Nach dem Besuch der städtischen Lateinschule und einem Grundstudium der Philosophie 1475 wurde er auf sein eigenes Betreiben zum Inquisitor der Ordensprovinz Alemannia bestellt. Dieser Titel hatte allerdings zu dieser Zeit kaum mehr praktische Bedeutung. Nach einem Prozess gegen Juden in Trient, dem er beiwohnte, begann er seine Tätigkeit als Verfolger der neu aufkommenden Hexensekten. 1482 wurde er Prior des Dominikanerklosters in Sélestat (Schlettstadt). Bei einem ersten Hexenprozess in Ravensburg, zu dem er von dem dortigen Stadtrat angefordert wurde, brachte er zwei Frauen auf den Scheiterhaufen. Er entwarf den Text der Bulle Summis desiderantes affectibus (sog. Hexenbulle), die Papst Innozenz VIII. auf sein Betreiben herausgab. Mit der Bulle veranlasste er zahlreiche Hexenprozesse, unter anderem einen in Innsbruck, wo er aber deutlich scheiterte und vom dortigen Bischof Georg Golser aufgefordert wurde, das Land zu verlassen. Als Reaktion darauf verfasste Kramer 1486 den berüchtigten Hexenhammer, welcher durch die aufkommende Buchdruckerkunst weite Verbreitung fand und als eines der unheilvollsten Bücher der Geschichte gilt. Kramer rühmte sich, 200 Hexen zur Strecke gebracht zu haben und beschuldigte auch diejenigen als Ketzer, welche an der Existenz von Hexen zweifelten.</p>
<p><em><strong>Vorgehen</strong> </em></p>
<p>Kramers Vorgehen bei seiner systematischen Inquisition war immer gleich. Schon durch sein Erscheinen säte er unter den Menschen Misstrauen und Angst. Bei der sogenannten Hexenpredigt warnte er vor der Bedrohung des Teufels, schüchterte die Menschen ein und drängte auf Denunziationen schon bei geringsten Beobachtungen und Auffälligkeiten, wie mutmaßlichen bösen Blicken oder ungewöhnlichen Krankheiten. Er bot sich als Anlaufstelle und warnte eindringlich vor jeder Verheimlichung. Beschuldigungen ließen sich so praktisch immer finden. Diese bündelte er dann willkürlich und blähte sie systematisch auf. Er berief sich dabei auf eine Verschwörungstheorie, nach welcher der Teufel die Hexensekten leite und kurz davor stehe, das Ende der Welt herbeizuführen. Mit der Macht der Hexenbulle im Rücken, unter Einsatz von Folter und einer Befragungstechnik, die jede Antwort als Schuldindiz auslegte, strebte er im folgenden Prozess ausschließlich den Schuldspruch an.</p>
<p><em><strong>Werke</strong> </em></p>
<p>* Heinrich Kramer (Institor): Der Hexenhammer. Malleus maleficarum. Kommentierte Neuübersetzung, herausgegeben und übersetzt von Günter Jerouschek und Wolfgang Behringer, München, dtv 2000, ISBN 3-423-30780-3</p>
<p><em><strong>Literatur</strong> </em></p>
<p>* Andreas Schmauder (Hrsg.): Frühe Hexenverfolgung in Ravensburg und am Bodensee. UVK, Konstanz 2001 ISBN 3-89669-812-5</p>
<p>* Elmar Bereuter: Hexenhammer. Roman. Herbig, München 2003 ISBN 3-7766-2341-1 (belletristische Darstellung der Entstehung des Hexenhammers)</p>
<p><strong><em>Weblinks </em></strong></p>
<p>* <a href="https://www.uni-saarland.de/fileadmin/upload/lehrstuhl/behringer/PDF/hexenhammer.pdf">https://www.uni-saarland.de/fileadmin/upload/lehrstuhl/behringer/PDF/hexenhammer.pdf</a> &#8211; Artikel von Wolfgang Behringer</p>
<p>* <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Kramer">https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Kramer</a></p>
<p>* <a href="http://www.bautz.de/bbkl/i/Institoris.shtml">http://www.bautz.de/bbkl/i/Institoris.shtml</a> Artikel im Kirchenlexikon</p>
<p>* <a href="https://dominikaner.de/wp-content/uploads/2021/01/op-erklaerung-provinzkapitel-2000.pdf">https://dominikaner.de/wp-content/uploads/2021/01/op-erklaerung-provinzkapitel-2000.pdf</a></p>
<p>Erklärung des Provinzkapitels 2000 der deutschen Dominikaner</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Papst Innozenz VIII.</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/papst-innozenz-viii/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 13:34:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Papst Innozenz VIII. Innozenz VIII. (*1432 in Genua; † 25. Juli 1492 in Rom), eigentlich Giovanni Battista Cibo, war Papst von 1484 bis 1492. Er war 1467 Bischof von Savona und 1472 Bischof von&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Papst Innozenz VIII. </strong></p>
<p>Innozenz VIII. (*1432 in Genua; † 25. Juli 1492 in Rom), eigentlich Giovanni Battista Cibo, war Papst von 1484 bis 1492. Er war 1467 Bischof von Savona und 1472 Bischof von Molfetta sowie 1473 Kardinal geworden.</p>
<p>Der Mann, der als Innozenz VIII. in die Kirchengeschichte einging, sicherte sich seine Wahl durch die Bestechung der Kardinäle in der Nacht vor der Entscheidung. Seine Wahl am 29. August 1484 war weitgehend von Simonie bestimmt. Die päpstliche Politik bestimmte weiterhin Giuliano della Rovere, ein Neffe seines Vorgängers Sixtus IV. Rovere wurde später selbst Papst und nannte sich Julius II.</p>
<p>Bekannt wurde er durch eine wenig ruhmreiche Haltung, und zwar durch die Förderung von Inquisition und Hexenverfolgung in der Bulle Summis desiderantes aus dem Jahr 1484, was eine starke Zunahme von Hexenprozessen vor allem in Deutschland bewirkte. Damit erreichte dieses dunkle Kapitel der Kirchengeschichte seinen Höhepunkt, noch verstärkt durch den 1487 von Heinrich Institoris unter angeblicher Mitwirkung von Jakob Sprenger veröffentlichten Hexenhammer.</p>
<p>Innozenz war ein schwacher und unselbstständiger Papst, was nicht nur auf seine angeschlagene Gesundheit zurückgeführt wurde. Aufgrund anhaltender finanzieller Probleme war er teilweise sogar gezwungen, Mitra und Tiara sowie Teile des päpstlichen Kronschatzes zu verpfänden.</p>
<p>Innozenz unterhielt auch gute Beziehungen zur Hohen Pforte, die jedoch hauptsächlich auf eine Verbesserung der Finanzlage hinzielten. In Gegenleistung für jährliche Tributzahlungen und Geschenke (darunter auch eine heilige Lanze) wurde für Sultan Bayezid II. dessen Bruder Cem gefangen gehalten.</p>
<p>Die Tatsache, dass sein Sterbedatum von Girolamo Savonarola korrekt vorhergesagt wurde, führte dazu, dass dieser charismatische Bußprediger, der die Missstände des Kirchenstaates heftig geißelte, einen noch größeren Zulauf erhielt.</p>
<p>Politisch war Innozenz&#8216; Amtszeit auch durch den Streit mit König Ferrante von Neapel geprägt, der ihm den Lehnszins verweigert hatte, militärisch aber übermächtig war. Zudem kam der französische König Karl VIII. nicht wie vereinbart dem Papst zu Hilfe. So musste er im August 1486 mit Ferrante Frieden schließen, den dieser aber wieder brach. Erst durch die Doppelhochzeit seines Sohnes mit einer Medici und seiner Enkelin mit einem Onkel Ferrantes konnte der neuerlich ausgebrochene Krieg 1492 schließlich beigelegt werden.</p>
<p>Laut dem Diarium urbis Romae des antipäpstlichen Chronisten Stefano Infessura soll Innozenz kurz vor seinem Tod, nachdem er in ein Koma gefallen war, von seinem jüdischen Leibarzt das Blut von drei zehnjährigen Knaben erhalten haben, um deren Jugend zu erlangen. Die Kinder sollen aufgrund des Aderlasses gestorben sein. Der Wahrheitsgehalt dieser Überlieferung ist nicht gesichert.</p>
<p>Er hinterließ viele Kinder (Octo nocens pueros genuit, totidemque puellas; hunc merito poterit dicere Roma patrem &#8211; &#8222;Acht Buben zeugte er unnütz, genauso viele Mädchen, so könnte er zu Recht Vater Roms genannt werden&#8220;), gegenüber welchen sein Nepotismus verschwenderisch wie schamlos war.</p>
<p><em>Weblinks </em></p>
<p><a href="http://www.bautz.de/bbkl/i/Innozenz_VIII.shtml">http://www.bautz.de/bbkl/i/Innozenz_VIII.shtml </a>Eintrag (inkl. Literaturangaben) im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon (BBKL)</p>
<p><a href="http://www.newadvent.org/cathen/08019b.htm">http://www.newadvent.org/cathen/08019b.htm</a> Eintrag in der Catholic Encyclopedia (englisch)</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Innozenz_VIII.">https://de.wikipedia.org/wiki/Innozenz_VIII.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Daniel Hauff</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/daniel-hauff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 13:32:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daniel Hauff Daniel Hauff (* 1629 in Bad Urach; † 1665 in Esslingen am Neckar) war ein deutscher Rechtsadvokat während der Esslinger Hexenprozesse. Daniel Hauff studierte Recht an der Universität Tübingen. 1651 heiratete er&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Daniel Hauff </strong></h2>
<p>Daniel Hauff (* 1629 in Bad Urach; † 1665 in Esslingen am Neckar) war ein deutscher Rechtsadvokat während der Esslinger Hexenprozesse.</p>
<p>Daniel Hauff studierte Recht an der Universität Tübingen. 1651 heiratete er in die Familie Schloßberger ein, die eine der führenden Familien in Esslingen war.</p>
<p>1662, als sich ein Jugendlicher der Hexerei bezichtigte, untersuchte Hauff als Rechtsadvokat den Fall. Er löste eine Prozesslawine aus und stieg damit die Karriereleiter steil nach oben. Er ging buchstäblich über Leichen, um sich zu profilieren und damit das Ziel, in den Geheimen Rat, der damals das höchste Gremium der Regierung war, gewählt zu werden, zu erreichen.</p>
<p>Zu Beginn waren so gut wie nur Einwohner von Vaihingen und Möhringen betroffen. Diese Gebiete gehörten damals zum Spitalbesitz der Stadt Esslingen. Bald wurden jedoch auch Bürger der Stadt Esslingen selbst durch mittels Folter erpresster Beschuldigungen angeklagt.</p>
<p>Als die Ehefrau eines Ratsmitglieds in den Verdacht der Hexerei geriet, bot man Hauff für die Beendigung der Prozesse den ersehnten Platz im Geheimen Rat an. Hauff erkrankte jedoch sehr plötzlich und starb. Mit seinem Tod scheint man schon gerechnet zu haben, was auf einen Giftmord hindeuten könnte. Sein Nachfolger wurde nämlich überraschend rasch bestellt. Die restlichen Verfahren wurden danach schnell beendet.</p>
<p><em>Literatur </em></p>
<p>Günter Jerouschek, Die Hexen und ihr Prozeß. Die Hexenverfolgung in der Reichsstadt Esslingen (= Esslinger Studien. Schriftenreihe Band 11). Esslingen: Stadtarchiv 1992</p>
<p>Weblinks</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Hauff">https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Hauff</a></p>
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		<title>Peter von Greyerz</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/peter-von-greyerz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 13:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Peter von Greyerz Peter von Greyerz, Berner Landvogt um 1392 im Schweizer Simmental, führte Hexenverfolgungen durch. Wirken Möglicherweise wird auf sein Wirken im Werk Formicarius (dt. &#8222;Der Ameisenhaufen&#8220;) des Dominikaners und Theologen Johannes Nider&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Peter von Greyerz </strong></h2>
<p>Peter von Greyerz, Berner Landvogt um 1392 im Schweizer Simmental, führte Hexenverfolgungen durch.</p>
<p><em>Wirken </em></p>
<p>Möglicherweise wird auf sein Wirken im Werk Formicarius (dt. &#8222;Der Ameisenhaufen&#8220;) des Dominikaners und Theologen Johannes Nider von 1437 / 1438 Bezug genommen.</p>
<p>Peter von Greyerz wurde 1392 als Landvogt eingesetzt, nach dem das Simmental im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen (1389-91) an die Herrschaft der Stadt Bern gefallen war. Er sollte die militärische und juristische Eingliederung des neu gewonnenen Gebietes ins Berner Territorium durchsetzen. Dies stieß bei der Bevölkerung, die hartnäckig an alten Gewohnheits- und politischen Mitbestimmungsrechten festhielt, auf heftigen Widerstand. Um den juristischen Einfluss der Berner Rechtsprechung zu etablieren, bediente sich der Peter von Greyerz des neuartigen Zauberei- und Hexenprozesses, der mit dem traditionellen Rechtsmaterial der Region nicht in Konkurrenz stand.</p>
<p><em>Literatur </em></p>
<p>Werner Tschacher: Der Formicarius des Johannes Nider von. Aachen 2000</p>
<p>Arno Borst, Anfänge des Hexenwahns in den Alpen, in: Ketzer, Zauberer, Hexen, (S. 43-67), S. 51.</p>
<p><em>Weblinks </em></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_von_Greyerz">https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_von_Greyerz</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://antonpraetorius.de/peter-von-greyerz/">Peter von Greyerz</a> erschien zuerst auf <a href="https://antonpraetorius.de">Anton Praetorius</a>.</p>
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		<item>
		<title>Dietrich von Fürstenberg</title>
		<link>https://antonpraetorius.de/dietrich-von-fuerstenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Korvin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 13:19:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hexenjäger,Richter,Hexenprediger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dietrich von Fürstenberg Dietrich (auch Theodor) von Fürstenberg (* 7. Oktober 1546 auf Burg Waterlappe bei Ense; † 4. Dezember 1618 auf Schloss Neuhaus bei Paderborn) war ein Bischof von Paderborn. Der Sohn des&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Dietrich von Fürstenberg </strong></h2>
<p>Dietrich (auch Theodor) von Fürstenberg (* 7. Oktober 1546 auf Burg Waterlappe bei Ense; † 4. Dezember 1618 auf Schloss Neuhaus bei Paderborn) war ein Bischof von Paderborn.</p>
<p>Der Sohn des kölnischen Rats Friedrich III. von Fürstenberg war Domherr zu Trier und Propst zu Meschede. Am 5. Juni 1585 wurde der Paderborner Dompropst Dietrich von Fürstenberg als Dietrich IV. zum Fürstbischof von Paderborn gewählt. Die Wewelsburg baute er zur Dreiflügelanlage aus. 1605 baute er den Jesuiten eine Kirche, ein Kollegium und Noviziathaus, übergab ihnen auch die 1615 von ihm gegründete Akademie.</p>
<p>Unter seiner Regierung loderten die Scheiterhaufen im Stift Paderborn seit 1585. 1600/01 ließ Dietrich von Fürstenberg den Hexenprozess gegen den Prior, den Subprior und zwei weitere Mönche des Augustinerchorherrenklosters Dalheim durchführen. 1598 hatte das Reichskammergericht in die Hexenjustiz des Domkapitels eingegriffen.</p>
<p><em>Literatur </em></p>
<p>Soldan-Heppe, Geschichte der Hexenprozesse, Band 2, Reprint der Ausgabe von 1911, München, S. 55</p>
<p>Hans Jürgen Brandt-Karl Hengst, Die Bischöfe und Erzbischöfe von Paderborn, Paderborn, 1984, S. 222-228</p>
<p>Alois Schröer, Die Kirche in Westfalen im Zeichen der Erneuerung, II, Münster 1987, S. 108-135</p>
<p>NDB III, 1957, 684-85</p>
<p>LThK IV, 1960, 470-71</p>
<p>Karl Hengst, Fürstenberg, Dietrich von, in: Die Bischöfe des Hl. Römischen Reiches 1448-1648. Ein biographisches Lexikon, hrsg. v. Erwin Gatz, Berlin 1995</p>
<p><em>Weblinks</em></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_von_F%C3%BCrstenberg">https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_von_F%C3%BCrstenberg</a></p>
<p><a href="http://www.bautz.de/bbkl/t/theodor_v_pa.shtml">http://www.bautz.de/bbkl/t/theodor_v_pa.shtml</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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