Bücher (Hartmut Hegeler)

Bücher von Hartmut Hegeler zu Anton Praetorius und zum Thema Hexenverfolgung

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Leichpredigt für Pfarrer Anton Praetorius: Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter

von Hartmut Hegeler

Erweiterte Auflage mit einem Geleitwort von Landesbischof Dr. Fischer
101 Seiten A5, Drahtbindung, 2 Zeichnungen, 8 Bilder, 28 Faksimile, 9,00 €
Inhaltsverzeichnis

Leichpredigt für Pfarrer Anton Praetorius – Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter
„Unter denjenigen aber, welche glauben, dass Hexen nicht mit der äußersten Strafe zu versehen seien, ist auch Anton Praetorius.“

Leider sind seine Werke der Nachwelt, nicht zuletzt durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, nur in wenigen Exemplaren erhalten geblieben. Um sie einem breiteren Leserkreis zu erschließen, wurden mehrere dieser Originalschriften vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt und publiziert.

Das einzig erhaltene Exemplar der Leichpredigt von Pfarrer Reinhard Wolf für Pfarrer Anton Praetorius findet sich heute in der Bayrischen Staatsbibliothek München.

Die Ansprache des Hemsbacher Geistlichen ist für uns heutige Leser von unschätzbarem Wert, weil sie uns viele Einzelheiten über die Vita und das Privatleben des berühmten Gegners der Hexenverfolgung verrät, die der Nachwelt sonst verborgen geblieben wären. Praetorius kämpfte viele Jahre unter Einsatz seines Lebens gegen Folter und Hexenprozesse und trug so seinen Anteil zur späteren Überwindung der Hexenverfolgung bei. Obwohl er es in seinem Leben nicht leicht hatte, hat Praetorius das bewiesen, worum wir uns heute im Kampf um mehr Menschlichkeit immer wieder bemühen sollten: Glauben und Zivilcourage.


Antonius Praetorius – Vom Kirchenreformator zum Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter in der Wetterau – De Pii Magistratus Officio – Des frommen Amtsträgers Pflicht

von Hartmut Hegeler

(Lateinische Originalschrift aus dem Jahr 1596 an Wolfgang Ernst, Graf von Büdingen, mit deutscher Übersetzung), Übersetzung von Burghard Schmanck, 2006, 67 S., € 9,00

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Hexenprozesse, die Kirchen und die Schuld

von Hartmut Hegeler

Nachdruck mit Ringbindung – Inhaltsverzeichnis

Buchkritik: Roland Fakler: Kommentar 2015 zur Dokumentation:
Hexenprozesse Die Kirche und die Schuld von Hartmut Hegeler
http://rolandfakler.de/?p=1347

Ein dunkles Kapitel der Geschichte des christlichen Abendlandes stellt die Hinrichtung von Frauen, Männern und Kindern in den großen Hexenverfolgungen zwischen 1450 – 1782 dar. Große Unwissenheit herrscht über die Ergebnisse der neuen historischen Forschung. Vielfach unbekannt ist z.B., dass in protestantischen Gebieten genauso Hexenprozesse stattfanden wie in katholischen.

Seit der Hinrichtung der letzten Hexe vor 200 Jahren hat sich fast keine Kirche zu den Hexenverfolgungen geäußert, obwohl 90 % der deutschen Bevölkerung der Überzeugung ist, dass die Durchführung der Hexenprozesse in direkter Verantwortung der Kirchen lag.

In diesem Buch wird die Frage nach der Verantwortung der Kirchen an der Hexenverfolgung untersucht. Zum ersten Mal werden hier alle bisherigen Verlautbarungen von Kirchen und Regierungsbehörden weltweit zu den Hexenverfolgungen dargestellt und grundsätzliche Überlegungen zur Verantwortung bzw. Alleinschuld der Kirchen an den Hexenprozessen angestellt.

Das Buch möchte Anstoß geben für eine glaubwürdige christliche Stellungnahme zu den Hexenverfolgungen und damit einen bedeutsamen Beitrag leisten zur kirchlichen Diskussion im Rahmen der „Dekade zur Überwindung von Gewalt“.

Ein ausführlicher Text in englischer Sprache findet sich auf der Seite „English Version“


Als die Hexen das Bier verdarben, Vorwürfe von Lebensmittelzauber (Bier, Wein, Brot, Milch) in Akten der Hexenprozesse

von Hartmut Hegeler, Spiralbindung,  47 S., 2007

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Fatzwerke des Teufels, Köchin aus Kamen verhext Klosterjungfrauen, zu Hamm als Hexe verbrannt, Spenner Verlag Kamen, 81 S., 7,80 €, ISBN 978-3-89991-106-0

Inhaltsverzeichnis

Im Allgemeinen geht die Geschichtsschreibung davon aus, dass die Stadt Kamen keine Opfer der Hexenverfolgung zu beklagen hatte. Überraschenderweise fanden sich jetzt in einem alten Werk des Arztes Johannes Weyer Aufzeichnungen die über bestürzende Geschichte von Elsa, einer Köchin aus Kamen, die vor 450 Jahren in der Frühphase der Hexenverfolgungen zusammen mit ihrer Mutter in die Mühlen eines Hexenprozesses geriet.

Neben der Darstellung des Hexenprozesses gegen die Köchin Elsa aus Kamen, der Würdigung des Wirkens von Doktor Johannes Weyer und einer Beschreibung der Vorfälle in dem Nonnenkloster Kentrop werden in einem zweiten und dritten Teil Informationen über Gründe, Hintergründe und die Durchführung von Hexenprozessen sowie zeitgenössische Proteste gegen Hexenverfolgungen erläutert.

Um dem Leser die Möglichkeit zu geben, den Text des Berichts von Johannes Weyer über den Hexenprozess gegen die Köchin Elsa aus Kamen zu lesen, werden im Anhang die Faksimile-Seiten abgedruckt und der Originaltext wiedergegeben.


Reinhard Wolf. Pfarrerschicksal im Dreißigjährigen Krieg

Leben und Wirken von Reinhard Wolf, Pfarrer und Hofprediger in der Kurpfalz und in Zerbst, und seine Leichenpredigt für Anton Praetorius, Kämpfer gegen Hexenprozesse. Von Hartmut Hegeler.
74 Seiten; Verlag: Traugott Bautz, 2009 ISBN-10: 3883094811; ISBN-13: 978-3883094816

Inhaltsverzeichnis

Auch wer nicht aus Oberhessen stammt oder an der Hessischen Bergsstraße wohnt wie der Rezensent sollte sich von dem Lebensweg des Reinhard Wolf, alias Reinhardus Guolfius Lichensis angesprochen fühlen. Zwar schlummert noch etliches im Verborgenen der Geschichte, aber Hartmut Hegeler, der kreiskirchliche Schulpfarrer in Unna, hat ein farbiges Mosaikbild des kurz vor dem Beginn des 17. Jahrhunderts in Lich/ Oberhessen geborenen reformierten Theologen geschrieben.

Hegelers Interesse in der Historie zu graben, wurde durch seine Schülerinnen am Berufskolleg entzündet, die etwas über Hexenprozesse wissen wollten. Dabei stieß der rührige, westfälische Pfarrer vor mehr als zehn Jahren auf Anton Praetorius, der um 1600 in Laudenbach/Baden lebte und als einer der ersten Theologen sich in seinem Buch „Gründlicher Bericht von Zauberei und Zauberern“ (1598) gegen Hexenprozesse öffentlich ausgesprochen hatte.

Wolf war 1613 in der benachbarten Stadt Hemsbach/Baden junger Kollege, der nach seinem Studium über Marburg, Heidelberg und Sinsheim an die badische Bergstraße gekommen war. Er hielt als eine seiner ersten Amtshandlungen am 8. Dezember die Leichenpredigt für den verstorbenen Praetorius. Diese ist erhalten und bildet das Rückrat für Hegelers detaillierte Untersuchung.

Auch wenn etliche Vermutungen und Fragezeichen am Lebensweg von Wolf stehen, lässt seine publizistische Tätigkeit als Übersetzer und Herausgeber der Schriften seines Schwiegervaters, des einflussreichen, calvinstischen Theologen Abraham Scultetus (1566 – 1615) aufhorchen. Scultetus lehrte am Neckar seit 1618 Altes Testament in der reformierten Heidelberger Universität und gehörte zu den engen Beratern des pfälzischen Kurfürsten Friedrichs V., des so genannten „Winterkönigs“.

Der Machtwechsel Mitte des Dreißigjährigen Krieges so auch in der angrenzenden hessischen Bergsstraße, lässt Wolf um 1625 von der Bildfläche „verschwinden“. Hegeler nimmt nun an, dass der Licher Pfarrer identisch ist mit dem Pfarrer Reinhard Wolf, der von 1625 – 1637 Pfarrer und Hofprediger an St. Bartholomäi in dem reformierten Fürstentum Anhalt-Zerbst war. Auch aus dieser Zeit sind gedruckte Beerdigungsansprachen erhalten, die hier erstmals veröffentlicht werden.

Das in Din-A-4 aufgelegte Buch Hegelers ist reich bebildert mit historischen Dokumenten, den Ablichtungen von bibliophilen Originalen und zeitgenössischen Fotos, die die fünf Exkurse über die Kirchengemeinden Sinsheim, Hemsbach und Zerbst, sowie Anton Praetorius und Abraham Scultetus veranschaulichen.

Dass Hegeler nebenberuflich ein Schaffer ist, verdeutlichen nicht nur seine reichhaltige Biografie, sondern auch manchen Flüchtigkeitsfehler etwa in der Seitenzählung, oder die Zahlen für das geschätzte Geburtsjahr von Wolf „1690-1694“ statt 1590-1594. Schwerwiegender ist die unpräzise Einschätzung, dass Kurfürst Friedrich V, der „wegen seiner kurzen Herrschaft (1610-1623) als ‚Winterkönig‘ in die Geschichte einging“. Der „Winterkönig“ erhielt seinen Spottnamen in Wirklichkeit durch seine nur wenige Monate dauernden Regentschaft als König von Böhmen als Haupt der protestantischen Union. Die verlustreiche Schlacht am ‚Weißen Berg‘ bei Prag setzte dem ein Ende und der Kurfürst floh in die calvinistische Niederlande.

Alles in allem ist der Einblick in ein „Pfarrerschicksal im Dreißigjährigen Krieg“ lohnend. Es zeigt, wie ein Seelsorger auf die Erfordernisse seiner Zeit reagierte und wie die Schrecken eines Generations übergreifenden Krieges, die Konfessionskämpfe und die Pest das Leben vieler Menschen entscheidend beeinflusste. Man möchte Hegelers biografischen Forschungen über die beginnende Neuzeit, etwa in den Personen Anton Praetorius und Reinhard Wolf eine weite Verbreitung wünschen.

Dirk Römer – Pfarrer i. R. –


Anton Praetorius – Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter
Historische Biographie
264 S., 2002, ISBN 3-9808969-4-3 – unveränderter Nachdruck mit Bindung € 20,00

Inhaltsverzeichnis

Zum 400-jährigen Gedenken informiert die historische Biographie über Leben und Wirken des reformierten Pfarrers Anton Praetorius. Das Buch zeigt 30 Farbfotos seiner Wirkungsstätten und 70 zeitgenössische Abbildungen zu den Hexenprozessen.

Im Jahre 2002 jährt sich zum 400. Mal das denkwürdige Ereignis, dass sich Anton Praetorius als erster evangelischer Pfarrer seiner Zeit 1602 mit einem aufsehenerregenden Buch („Gründlicher Bericht von Zauberey und Zauberern“) an die Öffentlichkeit wandte und damit seinen Anteil zur späteren Überwindung der Hexenverfolgung beitrug. 1602 veröffentlichte er seinen Bericht zum ersten Mal unter seinem Namen, nachdem es zunächst unter einem Pseudonym erscheinen musste. Praetorius wurde 1560 in Lippstadt/Westfalen geboren, wirkte u.a. im heutigen Hessen und starb 1613 in Laudenbach/Bergstrasse (Baden-Württemberg).

In dieser Biographie wird zum ersten Mal das Leben dieses reformierten Pfarrers dargestellt. Vieles an bislang völlig unbekannten Dokumenten wird zugänglich gemacht (seine Bücher, Gesangbuchlieder, Predigten, sein Katechismus). Ein Index erschließt die zeitgenössischen Orte und Personennamen. Die Kirchen und Pfarrhäuser, in denen Pfarrer Praetorius damals lebte/wirkte, werden z.T. heute noch als benutzt und werden in dem Buch auf Fotos vorgestellt.

Bis heute aktuell ist sein vehementes Eintreten für die völlige Abschaffung der Folter. Man hat ihn daher auch als einen „Vorgänger“ von Amnesty International bezeichnet. Es ist ihm 1597 durch sein couragiertes Eintreten in einem Hexenprozess unter Einsatz seines Lebens gelungen, eine beschuldigte Frau aus der Folterkammer zu befreien.Das Buchprojekt wurde u.a. gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, vom Westfälischen Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Abt. Kulturpflege, den Städten Lippstadt und Laudenbach, dem Fürsten von Birstein und Evangelischen Landeskirchen.

Gerade der evangelische Pfarrer Anton Praetorius verdient ein besonderes Gedenken, wie Zitate aus der Literatur zeigen:

„Unter den verdienstvollen Männern, die im 16. und 17. Jahrhundert der damals in Deutschland so schrecklich wütenden Hexenverfolgung mutig entgegentraten, gebührt eine Ehrenstelle dem wackeren Anton Praetorius.“ (Paulus, Nikolaus: Hexenwahn und Hexenprozess vornehmlich im 16. Jahrhundert, Freiburg im Breisgau 1910, 183 ff); zitiert von Dr. Otto Schnettler in: Heimatblätter, Organ des Heimatbundes für den Kreis Lippstadt, 20.7.1927

„Diese Schrift gehört zu den wenigen, welche dem 17.Jahrhundert zur Ehre gereichen.“

„Da dieser edle Menschenfreund sehr wenig bekannt ist, so dürfte es angebracht sein, die Erinnerung an seine ziemlich vergessenen Verdienste wiederaufzurichten.“ (Janssen, Johannes, Pastor Ludwig: Geschichte des deutschen Volkes seit dem Ausgang des Mittelalters. Bd. VIII, Freiburg 1924, S.629f)

„Einer der engagiertesten und exponiertesten publizistischen Gegner der Hexenverfolgungen… Anton Praetorius als Verfechter der Menschenrechte in Zeiten des Hexenwahns… begründet in christlicher Barmherzigkeit und Nächstenliebe, gegen alle Formen staatlich- religiösen Terrors mit den Mitteln der Folter und Haft“. (Karneth, Rainer: Stadtarchivar von Alzey, „Hexen, Hexenverfolgung und ein vermeintlicher Alzeyer Kritiker: Antonius Praetorius“, Alzeyer Geschichtsblätter 30 (1997), S.63f)


 


Anton Praetorius und das Grosse Fass von Heidelberg

Schriften des Kämpfers gegen Folter und Hexenverfolgung betreffend Heppenheim, Weinheim, Dittelsheim, Ilvesheim und den Rhein-Neckar-Raum
von Hartmut Hegeler und Stefan Wiltschko – Unna, 2007, 75 Seiten,  2. Aufl.   € 10,00

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Hexengefängnis für den „Arnßperher Burgermeister“ Henneke von Essen
Bautz Verlag Nordhausen 2012, von Hartmut Hegeler

ISBN  978-3-88309-698-8
Hexenprozess gegen den Arnsberger Bürgermeister Henneke von Essen in dem
Bericht von Hexenkommissar Heinrich von Schultheiß:
Eine Außführliche Instruction Wie in Inquisition Sachen des grewlichen Lasters der Zauberey gegen Die Zaubere der Göttlichen Majestät und der Christenheit Feinde ohn gefahr der Unschuldigen zu procediren…, Köln 1634

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Werwolf von Wickede, Hexenprozess gegen Blesien Billi aus Wimbern, Franz Hellmich aus Oesbern
(Hexenverfolgungen in Menden), von Hartmut Hegeler, 79 S., Verlag Traugott Bautz, 2012 Inhaltsverzeichnis


Hexenprozesse, Texte und Plakate zu einer Ausstellung über Hexenverfolgung und Folter,

v. Hartmut Hegeler, Unna, 36 S. ISBN 978-3-940266-12-5. 15 €

Inhaltsverzeichnis_Plakatserie_Hexenprozesse


Anton Praetorius, Plakate einer Ausstellung, Leben und Wirken des Kämpfers gegen Hexenprozesse und Folter, von Hartmut Hegeler, Unna, 57 S. ISBN 978-3-940266-10-1

Inhaltsverzeichnis Plakatserie Praetorius


Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer der Hexenprozesse

auf dem Ökumenischen Kirchentag, Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2012, 32 Seiten. ISBN  978-3-88309-699-5
von Hartmut Hegeler


Hexendenkmäler in Westfalen und Lippe, von Hartmut Hegeler, 113 S., Spiralbindung ISBN 978-3-940266-07-1, 10 €

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Hexendenkmäler in Hessen

von Hartmut Hegeler mit einem Beitrag von Ursula Vaupel. ISBN 978-3-940266-15-6, 10 €

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Hexengedenkstätten im Rheinland

von Hartmut Hegeler und Hetty Kemmerich. ISBN 978-3-940266-08-8, 10 €.

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