O – Orte und Namen

Orte und Opfer – Erinnerung und Rehabilitierung – Buchstabe O


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Obergünzburg – BY

Obergünzburg, Gedenkstein an die „Kopfsaul“ des Halsgerichtes Kempten. Die letzte „Hexe“ von Obergünzburg, Anna Maria Egglin, musste am 22.10.1716 an dieser Stelle auf dem Scheiterhaufen ihr Leben lassen.
Inschrift: Hier stand bis 1813 die Kopfsaul des Halsgerichtes Obergünzburg. 1716 Hinrichtung der Hexe Anna Maria Egglin.
Foto: Ulrich Habich


Oberkirchen – NRW

Bild von Karl-Peter Merz, Köln

Wikipediaartikel über Christine Teipel

Tafeln zu den Hexenprozessen am „Hexenplatz“ in Oberkirchen am „Wald-Skulpturen-Weg“
Eingang zum unterirdischen Kerker (Foto Michael Keuthen, Oberkirchen)
Quelle: Hartmut Hegeler, Hexendenkmäler in Westfalen, Unna, 2012, S. 83-88


Oberleinleiter – BY

OT von Markt Heiligenstadt

Namen von Opfern der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Oberleinleiter


Obermarchtal – BW

Stift

Obermarchtal Naturerlebnispfad, 2008 Alb-Donau-Kreis BW
Auf rund 3,5 km vermittelt der Natur-Erlebnis-Pfad Obermarchtal vieles über Geschichte und Sagen. Hochgericht bei Obermarchtal: Aburteilung sogenannter Hexen. Drei Hexenverfolgungswellen nachgewiesen mit 65 Prozessen, 60 mit Todesurteilen.

Constanze Störk: „MITHIN DIE NATÜRLICHE VERNUNFFT SELBST DICTIERT, DAS ES HEXEN GEBE“. Hexenverfolgung in der Reichsabtei Marchtal 1586-1757


Obernkirchen – NI

In Obernkirchen wurden 1659 Hexenverfolgungen durchgeführt: Zwanzig Personen wurden zur Zeit von Philipp I. (Schaumburg-Lippe) in Hexenprozessen hingerichtet. Quelle:Gerhard Schormann: Hexenverfolgung in Schaumburg, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 45, Hildesheim 1973, S. 149-151


Oberstdorf – BY

Oberstdorf Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung


Oberweis – RP

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Oberweis


Odenthal – NRW

Landespreis 2015 für eine Arbeit über Hexenverfolgung
Sven Jentzsch hat im Bonner Haus der Geschichte eine Auszeichnung erhalten. Der Lise-Meitner-Schüler hatte sich für einen Landespreis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten qualifiziert. „Durch das Feuer vom Leben zum Thodt gebracht“, lautet der Titel seiner 60-seitigen Arbeit, in der er die soziale Stellung der Hexen am Beispiel von Odenthal beschreibt.

Sven Jentzsch: „Durch das Feuer vom Leben zum Thodt gebracht“, Besondere Lernleistung Abitur Nordrhein-Westfalen, 2015

Odenthal: Tafel am Hexenbrunnen.
Foto: Hartmut Hegeler


Oederan – SN

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung, Oederan, Sachsen

In Oederan sind 1529 in den Hexenverfolgungen sechs Verfahren wegen Hexerei und Zauberei belegt. Mindestens eine Frau wurde in den Hexenprozessen hingerichtet, einige Schicksale sind unbekannt. Quelle: Manfred Wilde: “Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen“, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 458-460.

OT Gahlenz u. Schönerstadt

In Gahlenz wurden 1666-1678 Hexenverfolgungen durchgeführt: Vier Personen gerieten in Hexenprozesse, zwei wurden mit Landesverweis bestraft. Quelle: Manfred Wilde: “Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen“, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 459f

Oederan, Sachsen, mit Stadtteilen Gahlenz und Schönerstadt

In Schönerstadt wurden 1529 Hexenverfolgungen durchgeführt: Zwei Frauen gerieten in Hexenprozesse und starben in der Folter. Quelle: Manfred Wilde: “Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen“, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 459f


Oelsnitz/ Vogtland – SN

Oelsnitz/ Vogtland war von 1654 bis 1658 von Hexenverfolgungen betroffen. Eine Frau und ihre Tochter sowie ein Kuhjunge gerieten in Hexenprozesse. Daneben kam es zwischen 1678 und 1688 auch in den heutigen Ortsteilen Magwitz und Voigtsberg zu Hexenverfolgungen. Maria Magdalena, 19 Jahre, Frau vom Gerichtsdiener Hans Thomas Raßenhauer, geriet in einen Hexenprozess und wurde mit Landesverweis bestraft.

• Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen. Köln/Weimar/Wien 2003, S. 540 f.
• Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen. Köln/Weimar/Wien 2003, S. 622–624.


Oerlinghausen – NRW

Lippe

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Oerlinghausen


Offenburg – BW

Die Hexenprozesse zu Freiburg/Breisgau, Offenburg/Ortenau und Bräunlingen/Schwarzwald.
Freiburger Adress-Kalender: für das Schalt-Jahr 1836. Freiburg <Breisgau>, 1836

Der Gotter-Nes-Weg: Agnes Gott, die 1629 trotz Folter auf dem Hacker-Stuhl nicht gestand. Dies bewirkte ein Umdenken bei den Ratsherren. Der Stadtrat benannte am 13. August 1951 eine neu entstandene Straße nach ihr.

Hexenbrunnen Narrenbrunnen, Hexen der Offenburger Hexenzunft, in der Zunftgasse, 1964 von Willi Dorn


Ohrdruf – TH

Ohrdruf Namen der Opfer Hexenprozesse Hexenverfolgung


Olecko (Oletzko) (PL)

Olecko (Oletzko) Polen Namen Opfer Hexenverfolgung


Olpe – NRW

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Olpe

Inschrift am Hexenturm in Olpe, am 25.4.2002 enthüllt
Die Tafel stammt von Karl-Heinz Klein aus Düsseldorf, finanziert von der Stadt und der Sparkasse Olpe
„Hexenturm“ (25 m) Teil der Stadtbefestigung, 14. Jahrhundert. Um 1800 noch Küchen- oder Gefängnisturm genannt.
[Eigentümer:] Bis 1840 Stadt Olpe, 1840 – 1919 Gerlach, 1919 Katholische Kirchengemeinde, 1977 Stadt Olpe, 1927 Einrichtung eines Turmzimmers durch den KV-Philister-Zirkel „Hexenturm“. Renovierung 1989/90

Anna Margaretha Schmidt (* 1684 in Wenden (Sauerland); † 24. Februar 1696 in Olpe), war das letzte Opfer der Hexenverfolgung in Olpe. Sie wurde im Alter von zwölf Jahren hingerichtet. (Wikipedia-Artikel, abgerufen 7.2.2017)


Oepfershausen – TH

Namensliste Opfer Hexenprozesse Oepfershausen Thüringen

Schreiben an den Bürgermeister – 2012


Orléans (F)

Jeanne d’Arc (Johanna von Orléans), 1431 in Rouen als „Hexe“ verbrannt, 1456 posthum rehabilitiert.


Oschatz – SN

Oschatz war 1583 von Hexenverfolgung betroffen. Leonhard Sihra geriet in einen Zaubererprozess und wurde erhängt. Quelle: Manfred Wilde: “Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen“, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 554f.

Oschatz: Namen der Opfer der Hexenverfolgung/ Hexenprozesse


Osnabrück – NI

Osnabrück

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung in Osnabrück

 

Bucksturm Osnabrück
Foto: Siegbert Oskar Zehnle

„Frauen wie wir – Damals als Hexen verfolgt und verurteilt“, heißt es auf dem Mahnmal, das das Modehaus L&T auf der Rückseite des neuen Sporthauses in Osnabrück enthüllt hat.
L&T, Herrenteichsstraße 28-30, 49074 Osnabrück
Fotos: Siegbert Oskar Zehnle

„Frauen wie wir – Damals als Hexen verfolgt und verurteilt“. Mahnmal auf der Rückseite des neuen Sporthauses in Osnabrück. Modehaus L&T, Herrenteichsstraße 28-30, 49074 Osnabrück
Videos: Siegbert Oskar Zehnle

„Frauen wie wir – Damals als Hexen verfolgt und verurteilt“, heißt es auf dem Mahnmal, das das Modehaus L&T auf der Rückseite des neuen Sporthauses in Osnabrück enthüllt hat.
L&T, Herrenteichsstraße 28-30, 49074 Osnabrück
Foto: Siegbert Oskar Zehnle

vgl. Erinnern an Hexenverfolgung. Modehaus thematisiert Frauenrechte
https://www.ivz-aktuell.de/Regionales/7625258/Erinnern-an-Hexenverfolgung

„Frauen wie wir – Damals als Hexen verfolgt und verurteilt“, heißt es auf dem Mahnmal, das das Modehaus L&T auf der Rückseite des neuen Sporthauses in Osnabrück enthüllt hat.
L&T, Herrenteichsstraße 28-30, 49074 Osnabrück
Foto: Siegbert Oskar Zehnle

vgl. Erinnern an Hexenverfolgung. Modehaus thematisiert Frauenrechte
https://www.ivz-aktuell.de/Regionales/7625258/Erinnern-an-Hexenverfolgung

Osnabrück. Axel Gundrum, Erinnerungsstätte „Hexenwahn“ in der Mühlenstraße, Nähe Hasestraße

Rathaus: Der Rat der Stadt war für die Hexenprozesse in Osnabrück verantwortlich. Die lutherischen Bürgermeister Rudolf Hammacher (im 16. Jahrhundert) und Wilhelm Peltzer (im 17. Jahrhundert) leiteten massive Hexenprozesse ein. Im Rathaus ist ein Sitzungsraum nach der 1636 hingerichteten Anna Ameldung benannt und mit einer Infotafel über das Schicksal der Apotherkersfrau beschildert.

Der im 13. Jahrhundert an der Stadtmauer errichtete Bucksturm (oder auch Bocksturm) diente im 16. und 17. Jahrhundert als Gefängnis und Folterkammer für angebliche Hexen und zeigt heute eine Ausstellung zur Hexenverfolgung in Osnabrück.

Straße Hexengang

Einstimmig nahm 2012 der Rat der Stadt Osnabrück einen Antrag der FDP-Fraktion an, „die im Rahmen der sogenannten Hexenprozesse im Bereich der Stadt Osnabrück verurteilten Personen zu rehabilitieren“.

Bürgerbrunnen vom Bildhauer Hans Gerd Ruwe auf dem Platz des Westfälischen Friedens, der in Bronze gegossen die Geschichte der Stadt erzählt.
Fotos: Hartmut Hegeler

http://www.noz.de/deutschland-welt/…..verurteilte-straftater-manche-werden-rehabilitiert


Osterburg – ST

Altmark

Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung Osterburg (Altmark), Sachsen-Anhalt


Österreich (A)

Original-Protokolle von Hexen- und Hexer-Prozessen in Österreich und Slowenien


Ostrau – SN

In Ostrau wurde 1689 eine Hexenverfolgung durchgeführt. Anna Maria, Witwe vom Drescher Nicol Braune, geriet in einen Hexenprozess und wurde verbrannt. Dies war das letzte bekannte vollstreckte Todesurteil mit Feuer für Zauberei in Kursachsen. Quelle: Manfred Wilde: “Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen“, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 482

Den Ablauf eines Hexereiprozesses kann man am Schicksal der Anna Maria Braune ablesen, die am 3. September 1689 auf dem Rittergut Ostrau im Amt Delitzsch verbrannte. Ein Geschwisterpaar denunzierte die verwitwete Frau, die damals um die 40 Jahre alt war. Über den Hintergrund des am 6. Juli erhobenen Vorwurfs wissen wir nichts. Vier Tage später verhaften die lokalen Behörden Braune wegen Verdachts auf Teufelsbuhlschaft sowie des Wirkens von Liebes- und Krankheitszaubern.

In mehreren Verhören beharrte die Angeklagte auf ihrer Unschuld. Auch der schließlich eingeleiteten „Spezial-Inquisition“ widersteht sie: Trotz Folter gesteht sie keinen der Vorwürfe. Erst wiederholte Pein bricht den Willen der Frau, ihr erzwungenes Geständnis führt zur Verurteilung zum Feuertod durch den Schöffengerichtshof Halle. Sie widerruft, wird wieder gefoltert und hernach hingerichtet. Zwei Monate dauerte der Prozess, den Anna Maria Braune durchleiden musste. Sie ist die letzte Person, die in Kursachsen wegen Hexerei auf dem Scheiterhaufen landete.

Quelle: https://www.saechsische.de/plus/sachsens-letzte-hexenverbrennung-5088737.html


Oudewater (NL)

Hexenwaage, hier wurden im Rahmen der Hexenprozesse Wiegeproben durchgeführt.

  Oudewater (Wikipedia)